• in der Inselgalerie

132. Ausstellung | Herta Heidenreich und Ursula Wolf

16.11.-22.12.06

Herta Heidenreich – Grafik, Malerei
Ursula Wolf – Malerei, Plastik

Vernissage: 16. November, Donnerstag, 19.00 Uhr
Finissage: 22. Dezember, Freitag, 15.00 Uhr


Herta Heidenreich, 1940 in Dresden geboren.
Das Vokabular vieler Kritiker über das Werk von Herta Heidenreich hat sich in mehr als drei Jahrzehnten nur unwesentlich gewandelt: Da wandeln symbolträchtige Gruppen geheimnisvoll hintergründig, um Sinnhaftigkeit bemüht, duch imaginäre Räume. Das reife Werk von Herta Heidenreich, das wir in dieser Ausstellung zeigen wollen, ist eine Fortsetzung ihres bisherigen künstlerischen Arbeitens und ist doch auch ein Neubeginn.
Es ist hervorgegangen aus dem immerwährenden Bemühen der Künstlerin, sich und “ihre Welt” zeichnerisch anzueignen, ihren küstlerischen Ausdruck zu vervollkommnen,
um Ausdruck und Linie in Übereinstimmung zu bringen.
Neu erscheint mir die radikale Verknappung der Zeichnung, die Strenge der zeichnerischen Behandlung. Dadurch wird die Körperlichkeit zurückgedrängt, nur Wesentliches bleibt. Mensch, Tier und Pflanze gehen eine Symbiose ein, werden gleichwertig behandelt, sind durch das Weglassen aller Nebensächlichkeiten in die Nähe des Zeichens gerückt; Hälse werden zu Baumstämmen, Wimpern zu Sicheln, von Profilen gehen Strahlen in die Weite oder bildet sich das Profil aus Strahlen? Wandelbarkeit Verwandlung anzeigend. Alle Elemente eines Bildes künden in geheimnisvollem Zusammenhang von ihrem Da Sein. Wenn auch Figuren autark in sich ruhen oder frei im Raum schweben, so sind sie doch nicht abweisend, sondern verweisen uns auf ein Leben ohne die Hektik, das tägliche Jagen nach materiellen Zielen. Ilse-Maria Dorfstecher

In der Wüste, 2006, Bleistift, Tusche, Deckweiß

In der Wüste, 2006, Bleistift, Tusche, Deckweiß

Pyramide, 2006, Bleistift, Filzstift

Pyramide, 2006, Bleistift, Filzstift


1960-67 Studium an der Kunsthochschule Berlin zunächst Baukeramik, später Malerei
1964 Geburt des Sohnes Mathias
seit 1967 freischaffend, daneben Lehrbeauftragte für das Abendstudium der Kunsthochschule Berlin später für figürliches Zeichnen in der Abteilung Szenografie der Kunsthochschule Berlin

Teilnahme an vielen Ausstellungen im In- und Ausland.

Ursula Wolf, 1942 in Dresden geboren.

Linien durchschneiden den Raum.
Sie geben einen Innenraum an.
Dieses Minimum reicht aus:
Richtung, Biegung, Feld, Platte.
Das Maß eines jeden schafft Gewicht und Gegengewicht.

Der Objektraum ist mit äußerster Kraft umspannt.
Jedes Element, das durch diesen Raum läuft,
dehnt ihn bis an den gegebenen Rand.

Begrenzt ihn präzise,
als wäre die dünne Linie massiv und entschieden,
wie die Klinge eines Fallbeils.
Sie wirkt zwingend wie eine Eisenbahnschiene,
tragfähig wie ein Doppel-T-Träger,
gestzmäßig wie ein Brückenbogen.

D a s i s t e s.
Nicht mehr und nicht weniger.
Das schneidet den Raum aus dem Raum.

Christa Maria Jeitner

Blauer Kopf, 2003, Steinguß

Blauer Kopf, 2003, Steinguß

1960 Abitur
1964-69 Kunsthochschule Berlin-Weißensee – Diplombildhauer
seit 1969 freischaffend in Berlin
1972-75 Teilkonstrukteurin
seit 1975 freischaffend
1979-85 Schweißerin
seit 1985 freischaffend
1992-94 ABM
seit 1995 Ohne Arbeit


1977 VIII. Kunstausstellung, Albertinum, Dresden
1979 Junge Bildhauerkunst, Albertinum, Dresden
1982 IX. Kunstausstellung, Albertinum, Dresden
1983 Kunstausstellung am Fernsehturm Berlin, “Malerei, Grafik und Plastik”
“Wirklichkeit und Bildhauerzeichnung”, Galerie Rähnitzgasse, Dresden
Personalausstellung, Kleine Humboldtgalerie, Berlin
1988 “Ideenplastik”, Altes Museum, Berlin
1994 “Berliner Bildhauer 2”, Brechthaus, Berlin
2001 Ausstellung “Sonnensegel”, Brandenburg
2003 Personalausstellung, Galerie Drei, Dresden
2005 Personalausstellung, Galerie Bernau, Berlin
2007 Personalausstellung, Passage-Galerie, Berlin