• in der Inselgalerie

144. Ausstellung | Gespräche

17.01.-09.02.08

Andrea Lange Gespräche mit Marie Luise Kaschnitz, Farbholzschnitte
Petra Schramm Gespräche mit Matisse, Malerei

Vernissage: 17. Januar, Donnerstag, 19.00 Uhr
Finissage: 9. Februar, Samstag, 15.00 Uhr
 


 
Andrea Lange, 1970 in Dresden geboren.
Mit den Jahren mehren sich die Arbeiten. Oft sind es Holz- und Farbholzschnitte: »Expressive Bildsprache, kraftvolle Linien mit zupackender Festigkeit, schwarze und erdfarbige Flächigkeiten, starke Kontraste, ausgewogene Bilkompositionen.« Oft sind sie in Auseinandersetzung mit einem literarischen Vorbild geschaffen. Mal bleiben sie Einzelblatt, mal fügt sich ein Grafikzyklus zur Mappe, dort wurden sie zum Buch, seit 1999 jährlich zum Kalender. In den Einblattdrucken und den originalgraphischen Büchern vollzieht sich die Einheit von literarischem Text und Bild auch optisch mittels handgesetzter Lettern.
Die größte Hochzeit in vielerlei Hinsicht: »Nicht nur für Hochhauskinder und andere Liebesgedichte« von Artur Schütt, entworfen, geschnitten, gesetzt, gedruckt, gebunden 2002 von Andrea Lange in 40 Exemplaren in der Sonnenberg-Presse. Als 13. Handpressendruck der Büchergilde Gutenberg erscheint 2008 Marie Luise Kaschnitz »Adam und Eva«, Farbholzschnitte, Gestaltung, Handsatz und Druck Andrea Lange.

Zu M. L. Kaschnitz ŸAdam und Evaÿ, 2006, Farbholzschnitt, 32 X 38 cm

Zu M. L. Kaschnitz "Adam und Eva", 2006, Farbholzschnitt, 32 X 38 cm

1992-2000 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
Diplom und Abschluss als Meisterschülerin bei Rolf Kuhrt
Gründung der Sonnenberg-Presse mit Bettina Haller in Chemnitz
seit 2001 Leben, künstlerische Tätigkeit und eigene Werkstatt für künstlerischen Hochdruck in Kemberg bei Wittenberg
Kunstpädagogische Tätigkeit
2003 Mitglied der Künstlergruppe »Alba Blau«

Ausstellungen (Auswahl):

1994 Mittelsächsisches Theater Freiberg
Jugendförderpreis der Stadt Kronach
1999 Kleinniedesheim, Förderpreis für Buchillustration des Otto-Ditscher-Wettbewerbs
Ausstellung im Geraer Theater
2000 Dresden,Sächsischer Städte- und Gemeindetag
1998, 2000 Chemnitz, Galerie Rosenkranz
2002 Berlin, Inselgalerie
2003 Bretten, Stadtbücherei
Flaach, (CH), Typografisches Kabinett
2004 Wittenberg, Cranachhaus
2005 Leipzig, Grafikwettbewerb LiteraGraf, Preisträgerin
2007 Hainichen, Gellerthaus

Zahlreiche originalgraphische Bücher und Kalender mit Holzschnitten.


Petra Schramm, 1954 in Treuenbrietzen geboren.
Die Malerei von Petra Schramm ist sicher auch als eine Art Neubesinnung auf eine verlorene Konvention zu sehen. Wir sind immer wieder dazu angehalten, diese Sichtweisen als altmodisch zu qualifizieren und merken nicht, wie wir dabei neue Konventionen aufbauen. Peter Brasch, 1996
Plötzlich tauchte die Farbe wieder auf als ein Mittel, neu und anders, noch einmal zu beginnen: sich frei fühlen von dem Diktat des Todes und der Trauer. Es war kein Zufall, dassmir die Bilder von Matisse Gesprächspartner wurden, die Farben wieder anklopften. Petra Schramm, 2007

Das Ungeheuer (Adaption zu Goya), 2004, Öl/Leinwand, 100 X 120 cm

Das Ungeheuer (Adaption zu Goya), 2004, Öl/Leinwand, 100 X 120 cm

1972 Geburt der Tochter Monique
Studium an der Humboldt Universität Berlin
1977 Dipl.-Lehrerin für Kunst/Deutsch
Nach dreijähriger Arbeit als Lehrerin in Berlin
1983-90 Mitarbeiterin bei Christa Wolf und Gerhard Wolf
Autodiodaktisches Arbeiten in den Bereichen Malerei, Zeichnung, Grafik
Privater Kunstsalon für Malerei, Literatur und Film
1990 Werkstatt-Galerie Wilfriede Maaß zusammen mit Sabine Hermann und Klaus Killisch
1990-2001 Lebensgemeinschaft und künstlerische Zusammenarbeit mit Peter Brasch bis zu seinem Tod
2002 Stipendium im Künstlerhaus Lukas
Eröffnung eines Salons für Kunst und Literatur im eigenen Atelier, Ausstellungen und Lesungen
2005 Jurymitglied Mariannenpresse Berlin
»Giacometti-Stuhl« (Bronze) für die BE-Produktion »Wintermärchen« von Robert Wilson

Herausgeberin, zusammen mit Peter Böthig, von Büchern aus dem Nachlass von Peter Brasch: »Status Quo«, BasisDruck (2002); »Bornholm.doc«, Galrev Berlin (2007).
Ausstellungen (Auswahl):

2000 Rheinsberg, Tucholsky-Gedenkstätte, »Die Erfindung des Verschwindens« mit Peter Brasch
2002 Berlin, Galerie Forum Amalienpark, »101 Köpfe und Meer« für Thomas und Peter Brasch
Berlin, Zoo-Palast, »FilmBilder«, Malerei
Ahrenshoop, Künstlerhaus Lucas, Zeichnungen und Radierungen zum Goya-Projekt
2004 Berlin, Ausstellungsmanufaktur Hertzer, »Goya-Adaptionen«, Malerei, Grafik, Zeichnung
2005 Berlin, Literaturforum im Brecht-Haus, Porträts von Thomas Brasch
2006 Berlin, Studio Bildende Kunst, Grafik zu Pessoa und Goya
2007 Berlin, Literaturforum im Brecht-Haus, Grafik zu Peter Brasch
Bad Honnef, München u.a., »LittlevanGogh«, Malerei-Landschaft