• in der Inselgalerie

Sommersalon

03.07.2009, Freitag, 19.00 Uhr

mit dem Julie-Wolfthorn-Freundeskreis

Sabine Krusen über Leben und Werk sowie Freundes- und Bekanntenkreis der Berliner Künstlerin Julie Wolfthorn und Lesung mit dem Herausgeber Wolfgang Martynkewicz über Berliner Künstlerinnen um 1900–1920 aus den im Aufbau-Verlag erschienen drei Bänden Oskar A. H. Schmitz Tagebücher 1896-1906.
Der Julie-Wolfthorn–Freundeskreis ist offen für alle Kunst- und Geschichtsinteressierten. Ziel ist, die einst berühmte Berliner Malerin wieder zu entdecken sowie ihre Werke ausfindig und der Öffentlichkeit wieder bekannt zu machen. Julie Wolfthorn war Gründungsmitglied der Berliner Sezession, mehrerer Künstlerinnenbünde und bis 1933 Vorstandsfrau im Verein Berliner Künstlerinnen und im Lyzeum Club. Ihre letzten Arbeiten entstanden im KZ Theresienstadt.

-> Gefördert durch die Berliner Senatskanzlei -Künstlerinnenförderung-
Eintritt: 4/erm. 3 €

Julie Wolfthorn wurde 1864 als Julie Wolf(f) in einer bürgerlichen Familie jüdischen Glaubens im westpreußischen Thorn geboren.
Ab 1890 studierte sie Malerei und Grafik in Berlin und Paris, wählte den Künstlernamen Wolfthorn und wurde eine bekannte Porträtmalerin.
1898 gehörte Julie Wolfthorn zu den Gründungsmitgliedern der Berliner Sezession.
1906 gründete sie mit Käthe Kollwitz die Verbindung Bildender Künstlerinnen.
1933 wurde sie u.a. aus dem Verein der Künstlerinnen und Kunstfreunde Berlin ausgeschlossen.
Bis zu dessen Verbot 1941 arbeitete sie im Kulturbund Deutscher Juden.
Julie Wolfthorn wurde am 28. Oktober 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 26. Dezember 1944 gestorben.

Oskar A.H. Schmitz – Tagebücher 1896-1906
Herausgeber: Wolfgang Martynkewicz, 3 Bände, Aufbau-Verlag, 2006/2007
Ein beeindruckendes Panorama des Fin de Siecle Kunst, Erotik, Reisen – die hier erstmals veröffentlichten Tagebücher des Schriftstellers Oskar A. H. Schmitz
zeigen die Passionen eines Dandys, der die geistigen Strömungen seiner Zeit begierig aufsog. In ihrer Unmittelbarkeit sind diese Aufzeichnungen eine wahre Fundgrube, ein bedeutendes Zeitzeugnis und große Literatur zugleich. (Aufbau-Verlag)

Der Herausgeber:
Wolfgang Martynkewicz, geb. 1955, freier Autor und Dozent für Literaturwissenschaft an den Universitäten Bamberg und Bayreuth. Zahlreiche Publikationen zur Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts und zur Geschichte der Psychoanalyse; u. a. Bücher über: Georg Groddeck, C. G. Jung, Arno Schmidt, Jane Austen, Edgar Allan Poe.