• in der Inselgalerie

164. Ausstellung | (un)covered

29.10.-21.11.2009

Margret Kohler-Heilingsetzer
Claudia-Maria Luenig

Grafik und Objekte


Vernissage der 164. Ausstellung: Donnerstag, 29. Oktober, 19.00 Uhr
Finissage: Samstag, 21. November, 15.00 Uhr
 


 

Margret Kohler-Heilingsetzer, lebt und arbeitet in Wien und Oberösterreich. 2006 wird zum ersten Mal ihr Volksgartenprojekt »Kälteeinbruch« präsentiert, wozu im Februar 2000 die Regierungsbeteiligung einer rechten Partei den Anlass gab. Viele ÖsterreicherInnen demonstrierten damals rund um den Wiener Volksgarten, geschmückt durch zahlreiche Rosenstöcke mit Namenstafeln, die im Winter mit Jutesäcken gegen die Kälte geschützt werden. Diese Verhüllung isoliert sie, macht sie anonym, es entstehen dadurch skulpturhafte, oft menschenähnliche Formen. Als Gegensatz zu Verhüllung und Anonymität im Winter wurden auch die Namen der Rosenstöcke selbst, die Rose als weibliches Symbol, die Gartenanlage und ihr historischer Kontext für das Projekt interessant, was sich in der Publikation »Kälteeinbruch. Das Volksgartenprojekt« ebenso wieder findet wie die Mitwirkung zeitgenössischer österreichischer Literaten.

Kälteeinbruch (Ausschnitt), 2002, Fotoalugraphie

Kälteeinbruch (Ausschnitt), 2002, Fotoalugraphie, 81 cm, Länge variabel

www.k-haus.at/margret-kohler-heilingsetzer.html

Claudia-Maria Luenig

Auf leisen Sohlen, 2008

Auf leisen Sohlen (2008), Plastikband verhäkelt

„Wie abgelegte Häute simulieren die Objekte von Claudia-Maria Luenig Körperformen von Tier wie Mensch. Nicht die Nachahmung, sondern die Simulation steht im Vordergrund. Durch die Überdimensionierung, unter einer frei interpretierten Beibehaltung der Proportionen, wird die Rückbezüglichkeit zur eigenen Körperform gewahrt, die Ausgangspunkt der Arbeiten ist. Die Stofflichkeit ihrer Arbeiten ist ein wichtiges Element im skulpturalen Ansatz von Claudia-Maria Luenig. Sie näht Objekte, sie häkelt sie. Wenn sie sagt, »das Material leitet mich«, bedeutet das zugleich in gewisser Weise das Einswerden mit dem Objekt während des Entstehungsprozesses, denn die Kunstwerke werden unter großem Körpereinsatz geschaffen: Claudia-Maria Luenig verarbeitet widerspenstiges Material wie Draht oder Kabel zu filigranen Geflechten. Aber auch hybride Stoffe wie Silikon können zum Ausgangspunkt ihrer exzentrischen Körperhüllen werden.“ Theresia Hauenfels (Zitat)
Claudia-Maria Luenig lebt und arbeitet in Wien.
www.claudiamarialuenig.com