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Lesung & Gespräch | Iris Gusner

14.01.2010, Donnerstag, 19.00 Uhr

Die Filmregisseurin Iris Gusner liest aus „Fantasie und Arbeit“.

Eine „Biografische Zwiesprache“ zwischen Iris Gusner und der Regisseurin und Koautorin Helke Sander, erschienen im Schüren Verlag.

 
Dieses Buch behandelt 60 Jahre persönlicher Geschichte in der politischen Geschichte. Es stellt darüber hinaus eine Reihe bemerkenswerter Menschen vor, die eine bedeutende Rolle in den Biografien der beiden Autorinnen gespielt haben. Verblüffend ist nach dem Lesen die Erkenntnis, dass beide deutschen Länder eine seit der griechischen Antike tief verinnerlichte Ideologie von der Überlegenheit des Mannes einte – was die Frauen auf relativ ähnliche Weise in beiden Teilen auszubaden hatten.

Iris Gusner studierte von 1960 bis 1967 an der Filmhochschule Moskau (WGIK) Regie und bekam ihre beiden Töchter während des Studiums. Sie arbeitete als eine unter wenigen Frauen im DEFA-Spielfilmstudio als Regisseurin – und verließ im Sommer 1989 die DDR. Filme u.a.: „Alle meine Mädchen“, „Wäre die Erde nicht rund“, „Kaskade rückwärts“, „Ich leibe dich – April! April!“.

Helke Sander wurde in Berlin geboren. Nach der Schauspielschule 1959 Heirat nach Finnland, Geburt eines Kindes. Ab 1962 erste Theaterregiearbeiten, Happenings, reisende Regisseurin an finnischen Arbeitertheatern, Inszenierungen in Helsinki für Theater und Fernsehen. Rückkehr in die BRD, Studium an der deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin, Mitbegründerin des Aktionsrats zur Befreiung der Frauen 1968. Filme u.a.: „Die allseitig reduzierte Persönlichkeit – Redupers“, „Der subjektive Faktor“, „Der Beginn aller Schrecken ist Liebe“, „Befreier und Befreite“. Bücher u.a.: „Die Geschichte der drei Damen K.“, Oh Lucy“.

-> Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung durch die Berliner Senatskanzlei -Künstlerinnenförderung-

Eintritt: 4,-/erm. 3,- €