• in der Inselgalerie

167. Ausstellung | META

04.-27.02.2010

Sigrun Jakubaschke-Ehlers
Ancz É. Kokowski

Malerei und Objekte


Vernissage der 167. Ausstellung am Donnerstag, den 4. Februar um 19.00 Uhr
Finissage am Samstag, den 27. Februar um 13.00-17.00 Uhr
 


 
Veranstaltung zur Finissage
 
Sigrun Jakubaschke-Ehlers, 1957 in Darmstadt geboren. Sie lebt und arbeitet in Hamburg und Osnabrück.
„Sigrun Jakubaschke stellt Objekte und Installationen aus Papier und Kartonagematerialien (Pappen) her und bringt (scheinbar) profane Dinge des Alltags in einen Kunstkontext. Sie schichtet Kartonpappen bzw. formt diese zu Abfall gewordenen, industriell gefertigten Produkte, um sie neu zu verwerten. Sie realisiert aus einfachen Formen wie etwa zellularen Körpern oder Grundformen wie Röhren, Pagoden und turmartige Bauformen fantastische Konstruktionen, die beispielsweise an Architektur, Flugobjekte oder auch an planetare Systeme erinnern. Dennoch manifestieren sich in Sigrun Jakubaschkes Arbeiten niemals konkret benennbare Dinge, die wir aus der Realität kennen. Ihre Objekte und Installationen bleiben in ihrer Funktion und in dem, was sie einmal sein oder bedeuten könnten, unbestimmt. Sowohl der Prozess des Sich-Veränderns in der Zeit, das Wachsen und die Schichtungen immer neuer körperhafter Formen und Organismen, als auch die Offenheit für die Fantasie und die Assoziationen des Betrachters, die diesen Prozess annehmen und weiterführen, spielen im Konzept der Hamburger Künstlerin die eigentliche, zentrale Rolle.“ Textauszug André Lindhorst, galerie artbox

aus der Ausstellung galerie artbox, Osnabrück, 2008, Karton/Farbe

aus der Ausstellung in der galerie artbox, Osnabrück, 2008, Karton/Farbe

1976-83 Studium an der Hochschule für Bildende Künste, Hamburg bei Kai Sudeck
1984-90 freischaffend
1991-94 Studienrätin für Kunsterziehung an Gymnasien in Lübeck
1994-2006 Professur für Malerei und ihre Grenzüberschreitungen, Fachhochschule Hannover
seit 2006 Professur für Malerei an der Universität Osnabrück, Fach Kunst

Ausstellungen (Auswahl):

1990 Wilhelmshaven, Kunsthalle »Hohe Zeit – Tiefe Zeit«
1995 Hamburg, Künstlerhaus Sootbörn
1997 Frankfurt, Galerie Schütz
1998 Karlsruhe, Galerie Hensel
1999 Zehdenick, Klostergalerie »Zeichnen und Schneiden«
2001 Darmstadt, Regionalgalerie im Regierungspräsidium »ReiseZeichen«
2002 Hamburg, Hamburger Kunstprojekt »Stadtpläne«
Lublin/Polen, Galerie Biała »An der Wand und auf der Rolle«
2003 Hamburg, Künstlerhaus
2004 Hamburg, Hamburger Kunstprojekt
2008 Osnabrück, im RWE-Gebäude »Der Plan«
Osnabrück, artbox in der Dominikanerkirche »interstellar«

Preise und Stipendien:

1983 1. Preis des Philip-Morris-Wettbewerbs »Neue Malerei in Deutschland«
1984 Dorothea-von-Stetten-Kunstpreis, Bonn
1984-85 Villa-Massimo-Stipendium, Rom
1985 Barkenhoff-Stipendium, Worpswede
1988-89 Arbeitsstipendium der Freien und Hansestadt Hamburg für einen einjährigen Studienaufenthalt in der Volksrepublik China, Hangzhou
1991 Arbeitsstipendium des Kunstfonds e.V., Bonn


Ancz É. Kokowski, 1973 in Berlin geboren, wo sie auch lebt und arbeitet. www.kokowski.info
„Die Künstlerin Ancz É. Kokowski, 1973 im ehemaligen Westteil Berlins geboren, wuchs in einer Hochhaussiedlung am Rande der Stadt nahe der Berliner Mauer auf. In den letzten Jahren machte sie sich einen Namen mit großformatigen abstrakten Arbeiten. Dabei entwickelte sie u.a. Serien und Zyklen, die jeweils thematisch konzeptuell angelegt sind und sich in ihren Konzepten mit Fragestellungen der psychologischen bzw. soziologisch-politischen Konstitution des Menschseins beschäftigen. Sie steht hier für eine gradlinige Umsetzung, Unmittelbares in kraftvollen Farbabstraktionen auszudrücken. In jüngster Zeit beschäftigt sie sich darüber hinaus wieder mit dem Figurativen in der Malerei. In der Malerei besetzt sie so eine Position, die routiniert an die großen Diskurse der klassischen Moderne anknüpft. Ihre Vita als Künstlerin ist davon geprägt, daß sie sich konsequent Konventionen entgegenstellt. Sie stellt fest, daß es das absolute Dazwischen gibt – zwischen Radikalität und Schönheit -, das Genaue im Spannungsverhältnis zwischen Ordnung und Auflösung. Dieses Etwas liegt für Ancz É. Kokowski zwischen der Strenge und Klarheit des ’schwarzen Quadrats‘ von Malewitsch (1913) und der Auflösung in den farbpoetischen Klängen der ‚Komposition VI‘ von Kandinski (1913).“ pm10

2010-02-Kokowski

Kafka, 2006, Ei-Tempera auf Jute, 3 x 65 x 120 cm

1994-2000 Studium Kunst/Malerei an der Hochschule der Künste, Berlin
1996 Auslandsstipendium, UIAH-Helsinki
2001 Mitbegründung von »Kunstoffice Berlin«
2006 Einladung von Kunstoffice Berlin an die University of Mary Washington, Fredericksburg/Virginia, USA: Möglichkeiten der künstlerischen Präsentation
Dokumentation und CD-Rom der Arbeit »Heldensturz« in der Internationalen Hölderlin Bibliographie im Hölderlin-Archiv, Württembergische Landesbibliothek, Stuttgart

Ausstellungen seit 2003 (Auswahl):

2003 München, Europaforum II »Farbposition I«, Royal Media GmbH
2004 Berlin-Wedding, Galerie scherer8 »ras«
2005 Berlin-Mitte, Neue Galerie im Tacheles »Heldensturz« – 9 Arbeiten nach Hölderlins Textfragment »Tod des Empedokles«
2006 Eberswalde, Kleine Galerie der Stadt »the yellow in my eye«
2007 Berlin-Mitte, Neue Galerie im Tacheles, »Mortem Parturio«, 13 Arbeiten nach Th. von Harbou und Fritz Lang »Metropolis«
2008 Berlin-Wilmersdorf, Die kleine Weltlaterne »porte du soleil«