• in der Inselgalerie

Lesung & Gespräch | Wolfgang Martynkewicz

07.04.2010, Mittwoch, 19.00 Uhr

Wolfgang Martynkewicz liest aus
„Salon Deutschland – Geist und Macht 1900-1945“ (erschienen bei Aufbau-Verlag)

 


Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung durch die Berliner Senatskanzlei -Künstlerinnenprogramm-

Eintritt: 4,00/erm. 3,00 €

Ein Salon schreibt Geschichte
Man dachte groß von der Kunst im Haus des Verlegers Bruckmann. Unter der Regie der Salonnière Elsa Bruckmann traf sich ein elitärer Kreis, den das Unbehagen an der Moderne einte. Im Mittelpunkt der Geselligkeiten standen die Charismatiker, die Visionäre, Geistesaristokraten: Rainer Maria Rilke, Hugo von Hofmannsthal, Harry Graf Kessler, Houston Stewart Chamberlain, Norbert von Hellingrath u.v.a. Nach dem Ersten Weltkrieg machte der Salon eine bemerkenswerte Entwicklung zum politischen Salon durch. Das Verhältnis zur Macht veränderte sich, Rettung versprach man sich von einer neuen Mythologie und neuen Repräsentanten. Im Dezember 1924 trat hier Adolf Hitler auf und gehörte von nun an Rudolf Heß und Alfred Rosenberg zu den Gästen. War im Hause Bruckmann ein Gesinnungswandel eingetreten? Oder liegen die Gegensätze doch enger beieinander, als es scheint? Wolfgang Martynkewicz schreibt mit »Salon Deutschland« ein spannendes und provokantes Kapitel deutscher Geistesgeschichte.
Aufbau-Verlag

Wolfgang Martynkewicz, 1955 geboren, ist freier Autor und Dozent für Literaturwissenschaft an den Universitäten Bamberg und Bayreuth.