• in der Inselgalerie

170. Ausstellung | Moose und Flechten

12.05.-05.06.2010

Christiane Geiselmann
Annett Glöckner

Malerei, Objekte, Fotografie, Performance


Vernissage der 170. Ausstellung am Mittwoch, 12.05.2010, 19.00 Uhr
Die Vernissage wird eröffnet mit »Baba Jaga« – Annett Glöckner, Sarah Reinecke und Lenny Qwinn – Lieder, Tänze, Texte.
Finissage am 05.06.2010 um 15.00 Uhr
 


 
Christiane Geiselmann

An der bloßen Abbildung von Realität bin ich nicht interessiert. Durch Überlagerungen, extreme Langzeitbelichtungen und Mehrfachauslösungen entstehen dünne Zeitüberlagerungen bzw. Zeitverdichtungen. Mit ihrer Hilfe versuche ich, Schicht für Schicht, die Oberfläche zu durchdringen – zum Unbewußten. Diesem spüre ich auch im Wald nach, als Ort des Bedrohlichen und gleichzeitig geheimnisvoll Anziehenden. Christiane Geiselmann

Es gibt fast nur zwanghafte und nervös verlegene Blicke zurück über die Schulter im Mythos und Gedächtnis der deutschen Landschaft (German landscape), als ob sie auf dem Waldweg, dem »Holzweg« wäre, zurück durch die Zeit, notwendigerweise um verloren zu gehen, verloren in Dunkelheit. Der Begriff »Holzweg« im Deutschen trägt diese zweite Bedeutung, ein Locken zu dem unachtsamen Ende vor dem Lebkuchenhäuschen von Hänsel und Gretel.
Simon Schama, Landscape and memory, 1995

Körper 03, 1994, C-Print, 22,5x15,5 cm

Körper 03, 1994, C-Print, 22,5x15,5 cm

Körper 04, 1994, C-Print, 22,5x15,5 cm

Körper 04, 1994, C-Print, 22,5x15,5 cm


Ausstellungen:

1996 Berlin, Haus Schwarzenberg, „Querlager“
1997 Berlin, im ehemaligem Bewag-Umspannwerk, „SUB“
Berlin, Theatersaal im Tacheles
1999 Pinnow (Uckermark), Galerie Rabenhaus
2000 Hamburg, Molotow Club, „12-18“
2002 Berlin, Galerie Augenblick


Annett Glöckner
www.windlieder.de

Moose und Flechten berühren mich. Sie sind uralt, unendlich, unsterblich. Sie haben mit den Frauen, mit vielen Generationen der Frauen zu tun. Mit Ahninnen. Sie sind unsere Ahninnen. Sie sind auf dem Reptil im Stammhirn, das frei unter den Liquor-Sprenkleranlagen herumläuft. Sie sind das Haar von Mutter Erde. Sie sind Schamhaar. Sie sind heilsam und spenden Kraft. Sie sind flauschig und kuschelig. Sie erzählen dreckige Witze und freuen sich, wenn wir uns auf die Schenkel schlagen und lachen.
Annett Glöckner, 2010
Die Arbeit von Annett Glöckner, das Gesamtpotenzial, ist unmittelbar, unverstellt, direkt… Und als Betrachter sowohl der Objekte als auch der Bühnenarbeit werde ich verlockt zu meiner eigenen Ursprünglichkeit. Das ist manchmal unbequem.
Jens Kanitz, Bildender Künstler, Neuruppin, 2009

wilde Frau, 2009, Eimer, Beleuchtung, 30 x 30 cm

wilde Frau, 2009, Eimer, Beleuchtung, 30 x 30 cm

Ausstellungen (Auswahl):

1998 Putbus, Orangerie, „Hütten und Paläste“
2000 Demerthin, Schloß, „Bleichgesicht“
2001 Neuruppin, Kunstraum, „Grasland II“
2003 Roddahn, Alte Kirche, Objekte und Malerei
2005 Berlin, Frauenkreise, „Die Frauen“
2006 Potsdam, Frauenzentrum, „Frau Glöckner läßt grüßen“
2008 Neuruppin, Galerie am Bollwerk, „Magma – Effi Briest 2008“
2009 Neuruppin, Siechenhauskapelle, Leuchtobjekte und Bilder

Bühnenprogramme (Auswahl):

2004 Berlin, Hebbel am Ufer, „Windlieder“
2008 Neuruppin, Galerie am Bollwerk, „Bumerang“
2009 Wusterhausen, Kirche,“ Freiheit“