• in der Inselgalerie

178. Ausstellung | Drei Sichten – Drei Fotografinnen


10.02.-05.03.2011


 

Vernissage der 178. Ausstellung am 10. Februar, Donnerstag, um 19.00 Uhr
Finissage am 5. März, Samstag, um 15.00 Uhr
 


 
Inge Zimmermann

…die Fotografien von Inge Zimmermann zeigen etwas Bleibendes im Vergänglichen. Unaufdringlich laden sie das Auge des Betrachters ein, innezuhalten, sich einzulassen auf eine Sicht der Dinge und Menschen, die ihrem Da-Sein und ihrer Zeitlichkeit etwas abgewinnt, das weder Profit verspricht, noch irgendwo unter Soll und Haben zu verbuchen wäre. Es sind Ansichten von im Werden oder Vergehen begriffenen Orten und Landschaften, mit leichter Melancholie gefärbte Stillleben… (aus einem Text von Rosa von der Schulenburg, 2009)

…Inge Zimmermanns Blick fürs Morbide denkt das Leben davor und danach mit. Auf lange nicht von Unkraut befreiten Stufen entdeckt sie ein zerfleddertes Telefonbuch. So wie sie es aufnimmt, bekommt die achtlos weggeworfene, vom Wind aufgeblätterte Schwarte einen Ewigkeitsbezug. Das Buch des Lebens? Der Betrachter darf sinnieren.  … Inge Zimmermann durchstreift mit ihrer Kamera Winkel, die man im Reiseführer nicht erwähnen würde, und erkennt im Innehalten vor Resten das Ganze. (aus einem Text der Kultur-Kolumne in der MOZ, anlässlich der Ausstellung im Städtischen Museum Eisenhüttenstadt 2010)

gemauertes Fenster, 2005

Hennickendorf, 2003



Sousan Sohi

www.sousan.de

Die Konfrontation mit der Globalisierung und der herkömmlichen dominanten Tradition, Gehorchen und Ungehorsam, Tabus und dem Brechen der Tabus bestimmen gegenwärtig das Leben der iranischen Frauen.

In dieser merkwürdigen Spanne lebt die iranische Frau. Zum einen setzt sie sich mit den Tabus und den uralten Traditionen auseinander und zum anderen mit der Moderne. Solche Gegensätze kennzeichnen die Schnittstelle meiner Fotoarbeiten.

ohne Titel, 2008

ohne Titel, 2008




Sara Graetz

www.saragraetz.com
Obdachlose Menschen, linksautonome Wohnszenen, eine Party in den Fünfzigern – was ist das Verbindende? Ich arbeite mit meiner Umgebung, schaue mich um und gebe meine Eindrücke wieder. Was sich da an Bildwerk auftut, muss nicht schön, nicht schmeichelhaft, nicht in klassischer Qualität sein, es muss besonders eines: erzählen, wie es sich anfühlt, an dieser Situation teilzuhaben.

 

Portrait Sozial, 2009

Portrait Sozial, 2009