• in der Inselgalerie

179. Ausstellung | Erdgeister – Feuergeister – Luftgeister

10.03. – 09.04.2011


 

Sonja Blattner, Linde Kauert, Rahel Mucke
Malerei, Grafik, Objekte


Vernissage der 179. Ausstellung am 10. März, Donnerstag, um 19.00 Uhr
Finissage am 9. April, Samstag, um 15.00 Uhr
 


 
S o n j a    B l a t t n e r

Sonja Blattner arbeitet schwerpunktmäßig mit serieller Malerei. Dabei nutzt sie als Vorlagen mediale Archive, z.B. in der Serie »Die andere Seite« Auktionskataloge von Immobilien in Brandenburg. Die Serie »Dutch House« bezieht sich dagegen auf eine Photodokumentation über nicht mehr vorhandene Haustypen holländischer Siedler in New Jersey. Hierbei wird deutlich, dass sie mit ihrer Malerei reale Architekturen porträtiert, die u.a. nicht mehr existieren und von ihr nie räumlich erfahren wurden.
»Die Bildvorlagen gehen durch mich hindurch« sagt Blattner über Ihre Arbeitsweise. Die Malerei rekonstruiert auf der Bildoberfläche Schicht für Schicht der verschwundenen Häuser, die als endlose Serien mit einer gewissen Obsession wiederbelebt werden. Sie gräbt mit ihrer Vorgehensweise in den Bildarchiven der Gegenwart, um über die Architekturen fiktiven Biografien nachzuspüren. So entstehen »Seelenhäuser«, so auch der Titel des skulpturalen Werkteils, die als Archäologie der Gegenwart zu verstehen sind.

Webseite Sonja Blattner

 


L i n d e   K a  u e r t

In der vertieften Begegnung mit den Bildern Linde Kauerts gewinnen wir einen Blick in den Kreislauf, in dem Kunst sich unablässig bewegt, verwandelt, variiert, vertont, Gestalt, Klang, Satz, Gedicht oder… Bild wird.
Das in und zwischen den Zeilen Empfundene verwandelt sich im Seelenlabyrinth der Malerin in eine dimensionierte Form des Erscheinens. Nämlich in Körper, Gestalten, Gesichter, Farben… Varianten von Licht. Und sind doch alle ihrerseits: gesetzte Zeichen! Gegen die fliehende Zeit, die Angst, die Not. Sie sind Zeichen der Hoffnung, der Träume, der Liebe… auch des Glaubens…
Die Malerin »übersetzt« unter anderem die Dichtersprache von Rilke, Hölderlin, Eva Strittmatter, Schwitters, Richard Pietraß und Äsop.
Günther H. W. Preuße

www.linde-kauert.de

 

R a  h e l   M u c k e
Die Freude am Entdecken immer wieder neuer Ausdrucksmöglichkeiten spiegelt sich in den Arbeiten der Künstlerin wider. Pendelnd zwischen Spielerischem und gedanklicher Tiefe eröffnet sich dem Betrachter eine vielschichtige Bildwelt. Gegenständliche Formen kippen plötzlich ins Abstrakte, zwischen abstrakten Formen blitzt Gegenständliches auf. Hat der Betrachter erst einen Bezugspunkt gefunden, wird er wie durch eine Tür ins Bild hineingezogen. Groteskes, Absurdes, Märchenhaftes verbindet sich mit den realen Träumen und Sehnsüchten des Alltags. Es sind wunderbare, phantastische Bilder… man sollte sich die Zeit nehmen, in die Welt dieser Bilder einzukehren.
Eberhard Hartwig

www.rahel-mucke.de