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Lesung & Gespräch | Kerstin Decker

21.04. 2011, Donnerstag, 19 Uhr
Lesung und Gespräch

Kerstin Decker liest aus ihrem Buch
“Lou Andreas-Salomé”

 
„Gehst du zum Weibe, vergiss die Peitsche nicht.“
Für diesen oft zitierten Satz Nietzsches ist Lou Andreas-Salomé verantwortlich. Der von ihr zurückgewiesene Philosoph rettete sich in Verachtung. Wer war diese Frau, die vor 150 Jahren in St. Petersburg das Licht der Welt erblickte? Was bewog sie, Rilkes frühe Dichtung in den Papierkorb zu befördern? War sie Muse oder Monstrum? Auf alle Fälle war sie eine der ungewöhnlichsten Frauen des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Ihre Liebhaber wählte sie selbst. Vor allem aber schrieb sie  beeindruckende Bücher über Ibsen, Nietzsche, Rilke, über Jesus und Gott, über Weiblichkeit, Erotik und „Psychosexualität“.

Jenseits aller Klischees gelingt es der Autorin Kerstin Decker in dem Buch „Der bitttersüße Funke Ich“ das rätselhafte Wesen dieser Frau überraschend einheitlich im Sinne einer tiefen Menschlichkeit zu deuten.

Kerstin Decker, geb. 1962 in Leipzig.

Promovierte Pholosophin, Reporterin des Tagesspiegels, Kolumnistin der taz. Zahlreiche Buchveröffentlichungen, darüner Biographien über Heinrich Heine und Paula Modersohn-Becker sowie Else Lasker-Schüler machten sie einem breiten Publikum bekannt. Lebt in Berlin.

 

[unterstützt durch die Berliner Senatskanzlei Künstlerinnenförderung]