• in der Inselgalerie

181. Ausstellung | Farbrausch oder das Lächeln der Sterne

15.-23.05.2011

Katja Sittig, Claudia Grabarse
-Malerei-


 
Die Vernissage der 181. Ausstellung ist am 15. Mai 2011, Sonntag, 19:00 Uhr

Finissage Montag, 23. Mai, 19:00 Uhr

 


 
Katja   Sittig

www.katjasittig.de
geboren 1966
„Das Einzige, was Kunst kann, ist Sehnsucht wecken, nach einem besseren Zustand der Welt. Und diese Sehnsucht ist revolutionär…“ sagte Heiner Müller in „Partisanen der Utopie“.
Die Erde ist ein lebendiges Wesen. Alles befindet sich im Prozess und spricht miteinander. Bilder führen ein kommunikatives Eigenleben.
Als Malerin fange ich den Dialog der Farben ein und übersetze ihn in die Sprache meiner Bilder. Die Bilder sind meine Sprache, mein Ausdruck des lebendigen Prozesses Welt. Da ich vom Bühnenbild komme, sind meine Arbeiten ein Erfinden von Geschichten, eine Interpretation meiner Sicht des Zeitgeschehens, eine Suche nach lebbaren Utopien und meine Achtsamkeit vor allem Lebendigen.
 


 

Claudia Grabarse

www.claudiagrabarse.de

geboren 1966
Farbe ist ein Raum wie Musik, dessen Betreten das eigene Sein verändern kann. Je tiefer ein Betrachter schaut, desto intensiver die Verwandlungskraft.
Es gibt kein Bilderlebnis ohne den Wahrnehmenden, die Wahrnehmende, einem Bewußtsein, das aus einem Bedürfnis nach Tiefe und Innerlichkeit dem schnellen Blick widersteht und sich auf einen Vorgang tieferen Sehens einläßt.
Farben verhalten sich ähnlich wie Klänge in der Musik. Die Klangfarbe wird vom Zusammenklang der einzelnen Töne bestimmt, ganz unabhängig davon, daß es dieselbe Farbe sein kann, derselbe Ton, der mit zwei anderen eine Verbindungen eingeht. Ein sehr kaltes Türkis kann im Zusammenklang mit anderen Tönen warm bis heiß wirken, so wie die Töne musikalisch als Einzelton vollkommen anders klingen als in einem Accord. Und dann passiert noch etwas merkwürdiges, anders als in der Musik, in der die Töne fortfliegen und man sich die Aufnahme noch einmal neu anhören müßte: die Farben selbst verändern sich mit der Zeit und Intensität des Betrachtens, sie fangen an zu schwingen. Ein Betrachter könnte wahrnehmen, wie seine Farbwahrnehmung am Anfang aussah und versuchen sie in ihrer Veränderung zu beschreiben.