• in der Inselgalerie

Lesung: Heidi Knake-Werner

13.09.2011, Dienstag, 19 Uhr

„In roten Schuhen. Meine politischen Wege“

 

 

Rote Schuhe als Symbol für ihre Politik? Heidi Knake-Werner, ehemalige Sozialsenatorin der PDS bzw. der Linken in Berlin, stellt in ihrer Biografie einen Lebensweg vor, der keineswegs immer geradlinig einer Parteilinie, wohl aber dem gleichen Ziel folgte: sozialer Gerechtigkeit. Ihr Weg führte sie dabei von der SPD über die DKP und nach der Wende zur PDS. Dabei geht es auch immer um die politische Durchsetzbarkeit ihres Anspruchs. Wie weit war das z.B. in der Berliner Rot-Rot Regierungskoalition unter den Sparzwängen und unter einem Finanzsenator wie Thilo Sarazzin möglich? Wo sind die Grenzen von Kompromissen?




Heidi Knake-Werners Anfang als Berliner Sozialsenatorin stand unter keinem guten Stern: Erst überredete ihr Parteifreund Gregor Gysi sie hartnäckig, den Posten überhaupt anzunehmen – um danach zu prophezeien: »Mit diesem Ressort kannst du keinen Blumentopp gewinnen!«
Heidi Knake-Werner wusste sich durchzusetzen, in Berlin wie anderswo. Politik wurde schon früh ihr Lebensinhalt, ohne dass sie dabei an Karriere dachte; immer trauten ihr andere mehr zu als sie sich selbst. Von der SPD über die DKP bis zur PDS/Die Linke führten sie ihre verschlungenen politischen Wege, auf denen sie an ihren Überzeugungen ebenso festhielt wie an ihrer Vorliebe für rote Schuhe.
Wie gelang es dieser Frau, im Berliner Senat eine Politik für die Armen und Schwachen durchzusetzen? Trotz größter Sparzwänge und in einer Runde mit dem Finanzsenator Thilo Sarrazin? Wie hat sie Netzwerke geknüpft? Was sind die Erfolgsstrategien der passionierten Bergsteigerin?
Heidi Knake-Werner berichtet von einem Leben, das – äußerlich mehrfach gebrochen – im Inneren immer dem gleichen roten Faden folgt: dem Kampf für mehr soziale Gerechtigkeit.