• in der Inselgalerie

Lesung & Gespräch

10.07.2012, 19.00 Uhr

Lesung und Gespräch
“ausgerechnet wahlverwandt”
Franziska Trauth liest aus ihrem Roman

 


 

Franziska Trauth, Jahrgang 46, geboren in einer Thüringer Großbauernfamilie, studiert Germanistik und Romanistik, arbeitet als Lehrerin zunächst in Stendal, später in Berlin, zuletzt als Studiendirektorin an einem Gymnasium. Sie lebt mit ihrem Mann, einem Theaterkritiker, in Schöneiche bei Berlin; sie haben eine Tochter und einen Sohn, beide in künstlerischen Berufen.
Bisherige Veröffentlichungen:
Roman „Spatsommernachmittag“, 1995, R. G. Fischer,
Roman „ausgerechnet wahlverwandt“, 2012,
außerdem diverse Gedichte.

Die Ich-Erzählerin, eine Studiendirektorin an einem Berliner Gymnasium mit Wurzeln in der Weimarer Gegend, ist fast am Ende ihres Berufsweges als Lehrerin in zwei Gesellschaften angelangt, als sie auf Ettore Ghibellinos Buch „Goethe und Anna Amalia – Eine verbotene Liebe?“ trifft. In einer persönlichen Krise, die mit Werteverlust in einer verunsicherten Schulwelt und in Frage stellen des eigenen Weges einhergeht, setzt sie sich erneut mit Goethe auseinander und mit dessen wichtigen Weggefährten. Dabei geht es auch darum, Ghibellinos Thesen und damit die Konsequenzen zu hinterfragen, die aus dessen Beurteilung dieses Liebesverhältnisses für die Goetherezeption entstehen könnten.

„ausgerechnet wahlverwandt“ ist ein total ungewöhnliches Buch, das neben Aufsehen erregenden Enthüllungen zu Goethes verschlüsselten Liebesbotschaften verblüffende Einblicke in das Lehrersein im Spiegel zweier Gesellschaften bietet und gleichzeitig sehr behutsam Geheimnisse der menschlichen Psyche berührt.