• in der Inselgalerie

197. Ausstellung | Kerstin Heller und Nicoletta Braccioni


Kerstin Heller | Malerei
Nicoletta Braccioni | Skulptur

Kerstin Heller-Malerei und Nicoletta Braccioni-Skulptur

Vernissage: 01.11.12, Donnerstag, 19.00 Uhr
Finissage: 08.12.12, Samstag, 15.00 Uhr


 
Kerstin HellerKerstin Heller

Berlin, Deutschland
mail@kerstinheller.de
www.kerstinheller.de



1961 in Berlin geboren
1980 Abitur
seit 1984 als Malerin freiberuflich
1988 Aufnahme in den Verband Bildender Künstler Berlin
1989 einjähriger Studienaufenthalt in Lacoste (Süd-Frankreich)
1990 Studienreise nach Irland
1991-1998 Studium der Religionswissenschaft und der Klassischen Archäologie in Berlin (M.A.)
seit 1995 Beschäftigung mit Unterwasser-Fotografie
1998-1999 viermonatiger Studienaufenthalt in einem tibetischen Bön-Kloster in Nepal
lebt und arbeitet in Berlin

Wichtige Personal – und Gruppenausstellungen
1992 Brecht Haus, Berlin
2000 Nationalmuseum Valetta (Malta)
2001 Kunstpavillon Heringsdorf (Usedom)
2003 Galerie Mitte, Berlin
2004 »Hic et nunc«, San Vito (Italien), Kunstverein Ahrenshoop
2005 Hedins Oe, Kloster (Hiddensee), Zitadelle Spandau, Berlin
2006 Statt Museum, Herbstein (Hessen), Galerie im Prater, Berlin
2007 Galerie der Moderne, Berlin
2009 Ärztehaus Schönhauser Allee, Berlin, Klar & Rübeling, Berlin
2011 Galerie Forum Amalienpark, Berlin
2011 »Hilde Domin« Galerie Forum Amalienpark, Berlin
2012 »Zwischenspiel« Galerie Parterre, Berlin, Galerie Kartüche, Berlin, Alongside »48 Stunden Neukölln«, Art Festival, Berlin, Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, Rostock

 

ohne Titel

o.T. 2011, 30 x 40 cm, Öl auf Leinwand

Gavrinis II 2012, 80 x 80 cm, Öl auf Leinwand



Wenn eine Malerei unter dem Primat einer vorgefaßten Idee steht, bedeutet dies eine quasi diktatorische Verfügung über die malerischen Mittel seitens des Künstlers. In dem hier vorliegenden Formprinzip äußert sich dagegen eine quasi demokratische Mitbestimmung, insofern dem Bild als einem immer nur vorläufigen
die Möglichkeit der Mitsprache über die weitere Gestaltung gelassen wird, denn hier wird Farbe nicht nur eingesetzt, um ein von vornherein festgelegtes Ziel zu erreichen, sondern hier wird Farbe als Eigen-Energie ernst genommen und kann als Teilhaberin ihre zahllosen Möglichkeiten selbst äußern.
Matthias Bleyl, 2011




Nicoletta BraccioniNicoletta Braccioni

Urbania, Italien
info@nicolettabraccioni.it
www.nicolettabraccioni.it



1968 in Fano (Marche/Italy) geboren
1982 – 87 Studium Angewandte Kunst, Staatliches Kunstinstitut Urbino, Spezialfach Keramik
1987 – 92 Studium an der Akademie der Schönen Künste Urbino, Bereich Dekor
1995 – 96 Kooperation mit der Kulturvereinigung »Freunde der Raffaello-Akademie« in Urbino
1996 Kooperation mit der Stadt Urbania bei Keramik-Sommerkursen
1998 Kursangebot für Marmorskulpturen am Marmor-Bearbeitungsstudio von Pietrasanta (Carrara/Toscana)
2002 Kooperation mit der Stadt Urbania bei Keramikkursen für italienische und deutsche Schulen
2004 Kooperation mit der Akademie der Schönen Künste, Urbino, als Expertin und Lehrerin für Raku-Keramik
2007 Kursangebot für Marmorskulpturen im Marble Carving Studio, Pietrasantsa
lebt und arbeitet in Italien

Personalausstellungen
1993 Galerie Montefeltro, Urbania (PU)
1994 Galerie Bramante, Fermignano
1997-2001 unter dem Thema »WANDLUNGEN« Ausstellungen gemeinsam mit Angela Mrositzkiin Deutschland: Ballenstedt (Harz), Wolfsburg, Galerie M (Berlin), Mönchskirche Salzwedel, Kulturzentrum Die Drostei Pinneberg, in Italien Barco Ducale, Urbania
2005 Palazzo del Cortegiano, Urbino

Wichtige Gruppenausstellungen
2010/11 »Europäische Identität – Interkultureller Dialog von 19 Künstlerinnen aus 12 Ländern« in Berlin, Lodz, Arenas, Urbania
2011 »Bewahren Erinnern Zeigen« Ausstellung in der Inselgalerie mit Stiftungswerken der EFAK

Melodia interrotta Organo

Melodia interrotta Organo (2008) Raku, ferro e pietra, 90 x 203 x 16,8 cm

Melodia interrotta

Melodia interrotta (2008) Raku, ferro e pietra, 86 x 177 x 13 cm



Wenn ich Musik als Phänomen, als eine der Ur-Kräfte des künstlerischen Tuns zugrunde lege, dann führt hier, von eben dieser Musik, ein direkter Weg in die kontemplative, stille Gedanken und Formen-Welt von Nicoletta Braccioni, die sowohl sakrale als auch weltliche Räume mit ihrer universellen und zeitlosen Kunst auszufüllen vermag.
Es ist keineswegs ungewöhnlich, wenn Nicoletta Braccioni (ob nun unbewußt oder kalkuliert) das Thema B-A-C-H leitmotivisch in ihre Arbeiten einfließen läßt, denn wie das Unverschnörkelte bei Bach, so ist auch die Kunst der Bildhauerin und Keramikerin auf dem allerbesten Wege, sich durch spirituelle Einfachheit, handwerkliche Ehrlichkeit und das Ignorieren des Modischen einen „Startplatz in die Unsterblichkeit“ zu sichern.
Axel Michael Sallowsky