• in der Inselgalerie

214. Ausstellung | 05.06.2014 – 28.06.2014


214. Ausstellung FABULA 4

Vernissage: 05.06.14, Donnerstag, 19.00 Uhr
Finissage: 28.06.14, Samstag, ab 15 Uhr

 

Charlotte Bastian Gabriele Gärtner Karin Tiefensee Sigrid Valtingojer


 

 Charlotte Bastian CHARLOTTE BASTIAN

www.charlotte-bastian.de

1974 geboren in Berlin
1992-98 Studium der Kulturwissenschaften und Klassischen Archäologie an der Humboldt Universität zu Berlin
1997-98 Gasthörer an der Kunsthochschule Berlin Weißensee
1998-05 Studium der Bildenden Kunst bei Leiko Ikemura an der Universität der Künste Berlin
2000-01 Stipendium an der Universidad de Sevilla, Facultad de Bellas Artes, Spanien
2002-03 Stipendium an der School of the Art Institute of Chicago
2003-05 Mitglied der Kommission für künstlerische und wissenschaftliche Vorhaben der UdK Berlin
2004 Bezug eines BBK-geförderten Ateliers in der Alten Lederfabrik
2005 Arbeitsstipendium der Dorothea Konwiarz Stiftung
2007 Eintritt in den Kunstverein für zeitgenössische Kunst und experimentelle Medien, Scotty Enterprises
2009 Arbeitsstipendium der Käthe-Dorsch-und Agnes- Straub-Stiftung
2012 Förderung durch die Kunststiftung Perdita & Hans-Peter Kunze
lebt und arbeitet in Berlin
Einzelausstellungen
2004 Berlin, imug/Galerie Hermann & Wagner »Stroma«
2006 Berlin, Dorothea Konwiarz Stiftung »Wasserproben«
2007 Berlin, Scotty Enterprises »Bildströmung«
2008 Berlin, Scotty Enterprises »Bildströmung II«
2009 Berlin, Scotty Enterprises »Water Profiles« (mit Doris Sprengel)
2011 Berlin, Scotty Enterprises »Break«
2012 Berlin, Galerie dorisberlin »Schöne Wahrheit«(mit Rahel Bruns)
Insel Vilm, Internationale Bildungsakademie des Bundesministeriums für Naturschutz »On the Edge«
2013 Berlin, Scotty Enterprises »Splitter«

 

o. T., Radierung, 30 x 42 cm, 2013o. T., Radierung, 20 x 30 cm, 2012

 
Charlotte Bastians aktuelle Bilderzyklen haben das Thema der Veränderung von speziellen landschaftlichen Gebieten durch den Eingriff des Menschen. Bildinhalte sind z.B. das Schwinden/Schmelzen/Brechen des ewigen Eises und andererseits die unmittelbare Abtragung der Landschaft durch den Bergbau: die verschiedenen Formen des Umbruchs in der Landschaft, direkt oder indirekt durch den Menschen verursacht.
So zerstörerisch diese Veränderungen, die Bastians zeitgenössische Landschaftsdarstellungen beschreiben – so vermitteln die Bilder doch etwas Zeitloses, mitunter vielleicht sogar eine trügerische Romantik. Das Landschaftsbild ist ein altes Thema in der Kunstgeschichte und steht eben auch für die Sehnsucht nach Natur, Ruhe, Ursprünglichkeit, Harmonie. Bastians Landschaftsbilder zeigen auch den Widerspruch zwischen dem, was ist und dem, was man sehen möchte. Es liegt beim Betrachter, das Gesehene einzuordnen. Visuelle Darstellung reibt sich an inhaltlicher Drastik.

 


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 Gabriele Gärtner  

GABRIELE GÄRTNER

1953 geboren in Stralsund
1977-80 Studium an der Fachschule für Werbung und Gestaltung Berlin (Diplomdesignerin)
1980-86 Grafikerin bei Progress-Filmverleih, Berlin
1981/86 Geburt der Töchter
seit 1987 freischaffend
1989 Aufnahme in den VBK-DDR
seit 1991 Arbeit in verschiedenen Projekten, u.a. Malen mit Kindern
seit 1992 freies Arbeiten in Malerei, Grafik, Keramik, Objekt
28. August 2013 gestorben in Berlin
Ausstellungen und Wettbewerbe
1993 Berlin, Café Voltaire
1994 Berlin-Alexanderplatz »Warum gerade ich?« Wettbewerbserfolg »Kunst statt Werbung«
1995 Berlin, Therapeuthisches Zentrum »KiZ«
1997 Berlin-Alexanderplatz »Kunst statt Werbung« Wettbewerbserfolg »Privat«
2001 Berlin, Galerie Flora 11
2002 Berlin, Berliner Sparkasse 413 »Hundert Bilder sind in einem«
2003 Berlin, Zimmer 16 / camera dell`arte
2004 Berlin, Theater unterm Dach
Berlin, Literaturforum im Brecht-Haus »Diagnose«
2006 Berlin, Inselgalerie »Schwere-lose«
2008 Berlin, Zimmer 16 / camera dell`arte »Feine Differenzen«

PRIVAT, Zeichnung, 20 x 40 cm, 1996Café Spelakat, Farbstiftzeichnung, 14 x 21 cm, 1997

 
1992 beginnt Gabriele Gärtner zu malen.
Sie arbeitete spontan. Mit Mut zum offenen Ausgang.
Ob in plakativer Einfachheit oder in dichter Struktur, ob verstörend dunkel oder farbig leuchtend, immer sind ihre Blätter von großer Schönheit.
Zeichenhafte Signale und ein skurriles Personal sind Träger der versteckten Nachrichten.
In den verwobenen Bildplänen geben sie Kunde vom Kreuz und Quer der Existenz.
Sie versuchte sich in den verschiedensten Techniken und fand immer neue Ausdrucksformen.
Ihre letzten Zeichnungen sind licht, voller Poesie und hintergründigem Humor.
Gabriele Gärtners künstlerische Leistung ist keine Attitüde.
Sie ist authentisch. Ihre Arbeiten resultieren aus dem unablässigen Ringen um Verständigung mit sich und der Außenwelt. Sie ist in diesem Kampf sehr weit gekommen. Gegen Widerstände.
Im Sommer vergangenen Jahres ist Gabriele Gärtner viel zu früh gestorben.

 


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 Karin Tiefensee KARIN TIEFENSEE

k-m-tiefensee.de

1957 geboren in Berlin
1975-83 Studium und Arbeit als Projektierungsingenieur für Steuerungsanlagen
1983-89 Studium und Aspirantur an der Kunsthochschule Berlin, Fach Bildhauerei bei Jo Jastram und Baldur Schönfelder
seit 1989 freischaffend tätig als Bildhauerin, Grafikerin und Puppengestalterin
seit 1994 Lehrkraft für künstlerische Gestaltungslehre an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin, Abt. Puppenspielkunst
lebt und arbeitet in Berlin
seit 1989 Ausstellungsbeteiligungen im Bereich Bildende Kunst sowie Theaterausstattungen (Auswahl):
2008 Berlin, Galerie Kraftwerk »Radierung«
2009 Berlin, Rathaus Lichtenberg »Im grafischen Licht
Berlin, Studio Bildende Kunst »Im grafischen Licht II«
2010 Berlin, Galerie Ratskeller »Botschaften in Stein«
Neulewin/Oderbruch, Symposion in der Kunstwerkstatt auf dem Moserhof
2010-11 Müncheberg / Frankfurt an der Oder / Strausberg, Stadtpfarrkirche St. Marien / Kleist-Museum / Stadtsparkasse »Wege zur Form«
2011 Berlin, Galerie im Hochhaus »Anordnungen«
2011-12 Neulewin/Oderbruch »Kunst-Loose-Tage«, bei Norbert Horenk
2013 Berlin, Galerie/Krankenhauskirche »Der König spricht«

Südwind, Mehrfarben-Tiefdruck, 32 x 25 cm, 2011
Überflug, Mehrfarben-Tiefdruck, 32 x 25 cm, 2007
 
Mich interessieren Strukturen unterschiedlichster Art: Welche, die die Natur hervorbringt, als auch solche, die durch Menschen produziert wurden. Gemeinsam sind es Spuren unserer Zeit. So verwende ich mehrere Farbplatten, die durch die unterschiedlichen Tiefdrucktechniken Arbeitsspuren erfahren haben. Das Überdrucken komponiert so ein Thema wie in einem scheinbar formalen Vorgang, einer Reihung, Schichtung, Entwicklung und anderem Verdichten, um Sinnliches erlebbar und assoziierbar zu machen.
In der Bildhauerei sind es verschiedenartige Materialien, die ich in einen Dialog setze. Eingefangene Geschwindigkeiten z.B. bilden Flächenstrukturen, die mit Materialbearbeitungsspuren korrespondieren.

 


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 Sigrid Valtingojer SIGRID VALTINGOJER
www.simnet.is/sigridvaltingojer/
1935 geboren in Teplitz, Tschechoslowakei
1945-61 wohnhaft in Deutschland
1954-58 Studium Institut für Modegestaltung, Frankfurt/Main
seit 1961 wohnhaft in Reykjavík, Island
1961-75 freischaffend als Grafikerin
1975-79 Studium an der Kunst- und Gewerbeschule Island, Druckgrafik
seit 1979 freischaffend mit eigener Druckwerkstatt in Reykjavík
1986-2001 Lehrtätigkeit an der Kunsthochschule Islands
1998 Kurator der 3. Nordic Triennial Druckgrafik in Zusammenarbeit mit dem Nordic House Reykjavík
2001-02 Studium an der Winchester School of Art in Barcelona: European MA Fine Art Printmaking Course.
2000/04/06 Teilnahme an Fine Art-Kursen an der Internationalen Sommer-Akademie Salzburg
8. Mai 2013 gestorben in Berlin
Ausstellungen (Auswahl)
Über 20 Einzelausstellungen in Skandinavien, Europa, Japan
ab 2002 Barcelona, Panorama Studio
2002 Krakau, Jan Fejkiel Gallery
2003 Reykjavík, Kunstmuseum ASI
2008 Reykjavík, Galleri Start Art
2009 Berlin, Inselgalerie »Nah und fern« (mit Süheyla Aşçı)
Teilnahme an über 30 internationalen Gruppenausstellungen
Werke in Museen (Auswahl)
Listasafn Íslands / Listasafn Reykjavíkur / Victoria & Albert Museum London / National Galleriet Oslo / Konstmuseum Göteborg / Alvar Aalto Museum Jyväskyla / Museum Ludwig, Köln / Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung / Grafische Sammlung Albertina,Wien / Bibliothek Nationale Paris / Kunstmuseum Zürich / Musée Grenoble / Museum National Warszawa / Meguro Museum of Art Tokyo / Gilkey Center-Art Museum Portland, USA
Preise
Japan, Tokyo, Metropolitan Museum Fine Art »Hanga Annual ´86«
Japan, Wakayama, Biennial Exhibition of Prints
Italien, Biella, Grand Prix´87 »Premio Internazionale Biella per l´Incisione«
USA, Portland, Art Museum, Gilkey Center 1997

Landslag I, etching, 28 x 80 cm, 1986Banding I, Aquatinta, 49 x 64 cm

Die deutsch-isländische Künstlerin Sigrid Valtingojer war geprägt durch ihr Leben in zwei Kulturen.
Sie ging 1961 nach Island, weil das das Land war, das keine Armee unterhielt.
Sie erwarb ihre immensen druckgraphischen Kenntnisse durch ihr Studium an der Kunst- und Gewerbeschule Island in Reykjavík.
Danach war sie bis zu ihrem Tod 2013 in Reykjavík freischaffend in eigener Werkstatt tätig.
Sie war davon überzeugt, dass zu einer schöpferischen Leistung die Beherrschung des Handwerks gehört.
Ihr graphisches Werk der letzten dreißig Jahre (Radierung, Holzschnitt, Monotypie, Aquatinta) war geprägt von ihrer Faszination der isländischen Natur und ihren Beobachtungen der Politik in Europa. Sie setzte sich für Frieden und Gerechtigkeit in ihrem künstlerischen Werk ein und machte das auch in ihrer integeren persönlichen Haltung deutlich.
 


 
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[der Flyer zur 214. Ausstellung als PDF]