• in der Inselgalerie

215. Ausstellung | 07.08.2014 – 30.08.2014


 

215_permutationen

Vernissage: 07.08.14, Donnerstag, 19.00 Uhr
Finissage: 30.08.14, Samstag, ab 15 Uhr

 


 

woitinek  
HEIDI LAMIRA WOITINEK

1941 in Böhmen geboren
1965 – 68 Studium an der Fachschule für Werbung und Gestaltung Berlin-Schöneweide
lebt und arbeitet als Textilkünstlerin, seit ca. 1990 ausschließlich als Malerin und Handleserin in Berlin
Ausstellungen (Auswahl)
1986 Erfurt, Quadriennale des Kunsthandwerks
1987 Luxemburg, Ville Luxembourg, Textures et Textiles
1991 Berlin, 2. Maisalon – Malerei
1995 Berlin, Galerie Parterre
2000 Berlin, Galerie im Scheunenviertel
2004 Berlin, Galerie im Prater
2011 Berlin, Ostdeutsche Kunstauktion, bella figura, Keramik und Malerei (mit Christina Renker)
2013 Berlin, Café La Boheme, Ein Hauch von Dschungel
Arbeiten in öffentlichem Besitz u. a.
Textilcollagen, Palast Hotel, Berlin | Textilcollagen, Schloß Wiepersdorf | Teppiche, Kunstgewerbemuseum, Staatliche Museen zu Berlin | Applikationen, Grand Hotel, Berlin | Textilcollagen, Hotel Metropol, Berlin | Malerei, BfG-Bank, Berlin | Malerei, Deutsche Industrie- und Handelsbank AG, Dresden | Palace Hotel, EuropaCenter, Berlin

 

Frucht im Wind. Mischtechnik auf Papier, 42 x 29 cm, 2014 Traum überm Meer. Acryl auf Leinwand, 100 x 69 cm, 2011

 

Die Malerin Heidi Lamira Woitinek begreift sich sowohl als Künstlerin als auch als Magierin – zwei Seiten einer Medaille. Ähnlich dem Magier ist die entscheidende Arbeit des Künstlers die Transformation. Erst der schöpferische Akt macht aus dem Geschauten und Gedachten etwas Eigenes, Neues, das Imago.
Der Prozess der Wahrnehmung durch andere vervollständigt das Bild der Umwandlung in ein wiederum Anderes. Es ist dieser magische Prozess der Kreation, der sich unser letzten Deutung entzieht und der uns fasziniert. Kunst und Magie haben ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten und dennoch bleibt das Gleichnishafte und Transformatorische bei beiden Herangehensweisen ähnlich. Heidi Lamira Woitinek geht es nicht nur um die Nähe von Kunst und Magie, sie arbeitet
auch in beiden Metiers.

Barbara Rüth
 


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 Susanne Worschech  
SUSANNE WORSCHECH

www.studiokeramos.de

1960 in Erfurt geboren
1979 – 83 Studium am Institut für Kunst, Pädagogische Hochschule Erfurt
1986 – 90 Vertiefungsstudium für Keramik / Plastik am Erfurter Institut für Kunst
1990 – 92 Dozentin Keramik/Plastik an der Malschule Erfurt
1992 – 94 Dozentin Keramik/Plastik an der Fachhochschule für Gestaltung Erfurt
1998 / 2000 Studienaufenthalte in Mali
seit 1994 freischaffend mit eigener Werkstatt »studio keramos« in Erfurt-Rhoda tätig
Mitglied im:
BBK; VBK Thüringen; BK BUndesverband Kunsthandwerk; Kunstwestthühringer e.V.;
Naples Art Association
Ausstellungen (Auswahl)
Bozen, Perugia, Gubbio, Tampa Finland, Naples Finland, Mainz, Nürnberg, Gera, Hamburg, Göttingen, Essen, Berlin, artthuer 2000-2010, u.v.m.
Stipendien
Internationales Symposium »klangform« Kapellendorf 2009
Ankäufe
Thüringer Landesvertretung Berlin, Thüringer Ministerium für Kunst und Wissenschaft, eon Thüringen , Stadtwerke Erfurt, LEG Thüringen, Stadt Nordhausen u.v.m.

 

Quadrat No. Terraccota, Wellpappe, Aluminiumrahmen, 50 x 50 cm, 1995 Bemoost. 9-teiliges Objekt, Rakukeramik, Moos, Eisensockel, 90 x 90 x 40 cm, 2013

 

Neu sind die Bilder oder Reliefs, die jeglichen Anspruch auf Design abgelegt haben. Auch hier leuchtet die japanische Ästhetik wieder auf: Vollkommen harmonisch ist nur das Unsymmetrische, das Rauhe, das Irritierende, dasjenige, was Spuren des Gebrauchs oder scheinbare Fehler aufwies.
Die Idee der quadratischen Bilder geht darum leichter in einer ganzen Folge auf. Spätestens hier wird deutlich, daß diese, was als Schaden erscheinen mag, Risse und Sprünge, Verfärbungen und Blähungen des Tons, fremdartige Einschlüsse durchaus beabsichtigt sind. Geplant, inszeniert bis ins Letzte sind sie nicht. Susanne läßt auch im Umgang mit dem Ton ein didaktisches Prinzip herrschen: Bedingungen herstellen, die die Entwicklung von Eigenheiten begünstigen. Sie provoziert, aber sie zwingt nicht. Natur soll auch im höchsten Grad der Gestaltung immer wieder hervorbrechen – das Quadrat, der Aluminiumrahmen, der  strukturierte Hintergrund fangen die Ausbruchsversuche wieder auf.

Julia Draganovic
 


 
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[der Flyer zur 215. Ausstellung als PDF]