• in der Inselgalerie

223. Ausstellung | teilnehmende Künstlerinnen



 

asciSüheyla Asçi (TK) bartholoFranca Bartholomäi (DE) bayikFeyhan Bayik (TK) carliniMaria Cristina Carlini (IT) dumasiaHufreesh Dumasia (IN)
ebnerJuliane Ebner (DE) fernandes_dDolores Fernández (ES) fernandes_rRufa Fernández (ES) gayConcha Gay (ES) kleinerLiliana Kleiner (IL)
kohler_hM.Kohler-Heilingsetzer (AT) langeMarina Lange (SE) lucenoGuadalupe Luceño (ES) mayordomo„Concha Mayordomo (ES) noculakBarbara Noculak (DE)
pitzenMarianne Pitzen (DE) schroederMarianne Schröder (DE) schwichtenbergTina Schwichtenberg (DE) seghersChristine Seghers (NL) wagnerJolanta Wagner (PL)

[klicken auf die jeweilige Künstlerin für mehr Informationen]


 

 SÜHEYLA ASÇI (TK)  
 
 
SÜHEYLA ASÇI (TK)

www.sueheylaasci.de

geboren in Kars (Türkei)
Studium Malerei an der Hochschule der Künste in Bremen und Berlin
lebt und arbeitet in Berlin

Theresas Innere Burg

Teresa von Avila hat durch die Tiefe ihrer Gedanken eine Höhe erreicht, die sie von den Frauen ihrer Zeit unterschied. Trotz aller Widerstände und Schwierigkeiten blieb sie jedoch eine treue Tochter der Kirche, von Mauern umfangen, aber auch behaust.

Ihre Universalität konnte sie nur erreichen, in dem sie in einer Inneren Burg ruhte, die ihr zugleich auch Schutz für ihr weiteres Leben verlieh. Ein Musikstück namens “Nafas“ hat mich bei der Entstehung des Bildes begleitet. Es bedeutet Atmung: als eine immerwährende Reise zur Erkenntnis.

Ein Innenleben – innen im Universum. Unter einer Kometenbahn der leuchtende belebte Himmelskörper: in Ringmonden gefasstes Leben.

Wie in einer Höhle, einem Burgkeller: verborgenes Wissen.

Wie unter einer Feldsteinbrücke ein Rinnsal im Mondlicht, Wasser als ebensquell sowie als Nahrung für heilende Natur. Natur und Wissen.
Lesen. Wissen entschlüsseln zum Enthüllen der Geheimnisse im Versteck vor rauenfeindlicher Inquisition. Mystische Erfahrung, beeinflusst
von der heologie des Orients: mein Wissen. Wissen häufen trotz Verbot.

Ein weibliches Wesen, zu klein, um hinter den Bergen gesammelten Wissens ervorzuragen. So groß, um im inneren Gebet zu kämpfen gegen die geballte Macht ihrer Zeit – zu siegen ohne Ruhm.

Das Rinnsal könnte anschwellen und den Sieg verhüllen: aber nicht für immer.
 

[zu den Werken der Künstlerinnen hier klicken >>>]


 


 ^zum Seitenanfang


 

 FRANCA BARTHOLOMÄI (DE)  
 
 
FRANCA BARTHOLOMÄI (DE)

www.francabartholomaei.de

geboren in Hohenmölsen (Sachsen-Anhalt , Deutschland)
Studium Graphik an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein, Halle/Saale
lebt und arbeitet in Halle

NIHIL EST… (Licht und Finsternis)

Mit meiner Arbeit beziehe ich mich auf die kosmischen Visionen der Hildegard von Bingen, wie sie vor allem im Rupertsberg-Manuskript beschrieben und dargestellt sind.

Es gibt eine da eine Illustration der Engelschöre: ein ringförmiges Gebilde aus Köpfen, Wolken und geflügelten Wesen. Eine unglaubliche Fülle und Dichte, ein vielfarbiges Flirren. Doch die Mitte ist leer – ist blendend weiß.

NIHIL EST.. (Licht und Finsternis) ist ein großer kreisförmiger Holzschnitt zusammengesetzt aus vier Viertelkreisen. Es sind alles Abzüge von einer Platte. Die Wiederkehr des Immergleichen. Auch ich habe die Mitte leer gelassen, doch bei mir tappen die Engel oder Menschen suchend umher. Zwischen schwarz und weiß, gut und böse, richtig und falsch. Religiöse, wie überhaupt alle allzu festen Gewissheiten sind obsolet geworden: Vom festen Glauben ist es nicht weit zum Fanatismus. Was eine Erweiterung, eine Befreiung sein könnte, ein Anstoß mit den unbeantwortbaren Fragen des Daseins umzugehen –, gerät in der Praxis allzu oft zur Beschränkung. Aber Einengung bedeutet natürlich immer auch Schutz, geordnetes Dasein,  Aufgehobensein. Kurz um, die Wahrheit entzieht sich, wenn man versucht, sie zu fixieren. Sie ist etwas Fluktuierendes – flimmernd wie die  konzentrischen Ringe meines Holzschnitts.
 

[zu den Werken der Künstlerinnen hier klicken >>>]


 


^zum Seitenanfang


 

 FEYHAN BAYIK (TK)  
 
 
FEYHAN BAYIK (TK)

www.atolyefeykem.com

geboren in Ankara
Studium Finanzwirtschaft; 20 Jahre bei der Nationalbank angestellt; künstlerische Autodidaktin;
seit 2006 Beschäftigung mit Kreramik
lebt und arbeitet in Ankara

Mit Bedauern müssen wir feststellen, dass der Kampf dieser Heiligen, die sich mit Leib und Seele Gott verschrieben hatte und sich für die Rechte der Frauen auf Freiheit und Erziehung einsetzte, auch heute, 500 Jahre später, nach wie vor aktuell ist. Ich wollte Teresas Bemühungen um den Glauben, den Frieden und die Erziehung in meinem Werk thematisieren.

Dies soll durch die entsprechenden Symbole verdeutlicht werden.
 

[zu den Werken der Künstlerinnen hier klicken >>>]


 


^zum Seitenanfang


 

 MARIA CHRISTINA CARLINI (IT )  
 
MARIA CHRISTINA CARLINI (IT )

www.mariacristinacarlini.com

geboren in Varese (Italien)
Studium Jura; Kurse am California College of Arts and Crafts (Oakland bei San Francisco)
lebt und arbeitet als Bildhauerin in Mailand (Italien)

Die Nonne (La Monaca)

“Die Nonne”, eine Keramik, ist Maria Cristina Carlinis Interpretation der Figur von Teresa von Avila, der Nonne, die den Karmeliterorden mit der Gründung des Ordens der barfüßigen Karmeliterinnen reformierte. Die Künstlerin bringt in diesem Werk die Spiritualität und den Aufstieg zu Gott zum Ausdruck, den diese Heilige fernab der weltlichen Realität vollbracht hat. Die Skulptur drückt diese Spiritualität und die materielle Armut im Gegensatz zum “Reichtum“ der Einswerdung mit dem Göttlichen durch das ständige Gebet und ihre Aufopferung aus. Die Nonne wird als eine Figur vergegenständlicht, die von ihrer menschlichen Essenz befreit wurde und stattdessen von der göttlichen Liebe erfüllt ist. Die vertikale Spannung ergibt sich aus dem erhobenen Blick, der die Verbindung mit Gott sucht. Die Elemente aus Gold, dem Symbol der Reinheit, der Perfektion und der Ewigkeit, unterstreichen diese Einswerdung mit dem Göttlichen.
 

[zu den Werken der Künstlerinnen hier klicken >>>]


 


^zum Seitenanfang


 

 HUFREESH DUMASIA CHOPRA (IN )  
 
HUFREESH DUMASIA CHOPRA (IN)

www.hufreesh.com

geboren in Mumbai (Indien)
Studium Malerei am Sri Aurobindo Center of International Education in Pondicherry (Indien), BA
lebt und arbeitet in Auroville (Indien)

Zu meinen beiden Werken, “Innerer Sieg” und “Sprich zu meiner Seele”, haben mich zwei unterschiedliche Aspekte des Lebens von Teresa von Avila inspiriert. Es handelt sich um zwei Diptychen, zwei Teile, die zusammenkommen, um die Perfektion der spirituellen Verbindung zum Ausdruck bringen.

“Innerer Sieg” stellt den inneren Kampf zwischen dem Richtigen und dem Falschen, dem Guten und dem Bösen dar, also den Kampf der Dämonen, die uns das Leben zur Hölle machen können. Die Erdtöne repräsentieren die sefarditische Herkunft, Gold und Orange sind die Farben des inneren Kampfes, der Teresa umtreibt, als sie ihrer Bestimmung folgt, und des äußeren Kampfes, in dem sie kraftvoll ihren Glauben verteidigt. Die Figuren, die aus dieser abstrakten und vielschichtigen Komposition hervortreten, symbolisieren den Kampf, den sie so mutig geführt hat, auf vielen verschiedenen Ebenen ihres Wesens.

“Sprich zu meiner Seele” ist eine Auseinandersetzung mit dem Mystizismus und den Engelsvisionen und bildet damit einen klaren Gegensatz zu “Innerer Sieg”. Hier steht das “Licht“ im Mittelpunkt, das alles ohne jegliche Diskriminierung umhüllt. Aus diesem Licht treten die engelhaften Formen hervor, die zu uns sprechen, wenn unser inneres Licht erlischt. Teresas Glaube und Hingabe wurden durch diese Engelsvisionen gestärkt. Sie gaben ihr die Kraft, die sie brauchte, um ihre zahlreichen Vorhaben in die Tat umzusetzen. Das Gemälde besteht aus mehreren Schichten und es war sehr spannend, das  allmähliche Hervortreten der Engelsformen aus den verschiedenen Farbschichten zu beobachten. Ich fühlte den Drang, sie von den Schleiern der
Farbschichten zu befreien, die ihren Anblick verhüllten.
 

[zu den Werken der Künstlerinnen hier klicken >>>]


 


^zum Seitenanfang


 

 JULIANE EBNER (DE)  
 
JULIANE EBNER (DE)

www.juliane-ebner.de

geboren in Stralsund (Deutschland)
Studium Freie Kunst an der Muthesius-Kunsthochschule Kiel
lebt und arbeitet in Berlin und auf Rügen

Alltagskram

Ein gemalter horizontaler Animationsfilm verschmilzt mit einem transparenten vertikalen Portrait und hinterlässt ein bewegtes Kreuz eines Nachbildes auf der Wand.

Das menschliche Bild dient als Projektionsfläche eines Films. Und dieser Mensch trägt gleichzeitig den ganzen Film in und auf sich. Was erscheint gerät ins Fadenkreuz und konzentriert sich zum Punkt.

Ausgangspunkt ist Theresa, eine Frau, welche die Beschreibung der inneren und die Gestaltung der äußeren Welt zum Thema wählte. Beides hat sie etabliert, in einer Situation, die ihr dafür weder Raum noch Mittel bot.

Sie hat also gemacht, was Künstler machen. Sie hat mit der Welt um etwas gerungen, um etwas gleichermaßen Ungebetenes- wie Unverzichtbares.

Was sie gemacht hat kennen wir, wir machen es auch, jeden Tag. Künstleralltagskram. Großartig zu wissen, dass sie das hinbekommen hat.
 

[zu den Werken der Künstlerinnen hier klicken >>>]


 


^zum Seitenanfang


 

 DOLORES FERNÁNDEZ (ES )  
 
DOLORES FERNÁNDEZ (ES )

http://bellasartes.ucm.es/dolores-fernandez-martinez

geboren in Sevilleja (Toledo, Spanien)
Studium Kunstgeschichte/Malerei, Promotion in Kunstgeschichte, Universität Complutense Madrid
lebt und arbeitet in Madrid

Gott ist zwischen den Kochtöpfen – “Kontamination”

Bei den fotografierten Objekten handelt es sich um wertlose Haushaltsgegenstände aus alten Beständen, darunter Töpfe, Krüge, Schöpflöffel, Wärmflaschen, Teekannen etc., alle aus Messing. Diese Gegenstände stammen aus der Sammlung meiner im Jahr 2003 verstorbenen Mutter Dolores Martínez. Ich vermute, dass meine Mutter diese Gegenstände, die die Sehnsucht nach einem idealisierten Landleben symbolisieren, in Erinnerung an ihre Kindheit, die sie in ärmlichen Verhältnissen verbracht hatte, in ihrer modernen Madrider Stadtwohnung aufbewahrte. In der Tat lebten zu ihrer Zeit alle Mädchen auf dem Land in ärmlichen Verhältnissen. Ihre frühe Jugend fiel in die Nachkriegszeit des spanischen Bürgerkriegs und stand unter dem Zeichen der “Sección Femenina“, der Frauenorganisation der Falangepartei. Die Heilige Teresa von Avila gehörte bekanntlich zu den Vorbildern dieser Organisation. Der Satz “Gott ist zwischen den Kochtöpfen“, der von Teresa von Avila stammt, wurde Jahrzehnte lang dazu benutzt, um Frauen an den Herd zu verbannen. (Man denke nur an das “Handbuch der guten Ehefrau“). Das ist genau das Gegenteil essen, was Teresa von Avila für die Frauen bedeutet und es steht auch im Gegensatz zum Tenor dieser Ausstellung. Meine Mutter glaubte an die verfälschte Version der Geschichte und versuchte, diese Beschränkungen auch mir aufzuerlegen. Deshalb war es mir ein Bedürfnis, diese Objekte sozusagen zum Zeichen der Läuterung zu zerstören.

Die intime Performance, aus der diese Installation entstanden ist, ist als Ritual der Reinigung zu verstehen, mit dem das Vermächtnis von Teresa
von Avila von ihrer Verunreinigung durch die Botschaft der Unterwerfung der Frau befreit werden soll. Diese Aktion knüpft an die Werke feministischer Künstlerinnen wie Marta Rosler an, die im Jahr 1975 Semiotics of The Kitchen drehte.
 

[zu den Werken der Künstlerinnen hier klicken >>>]


 


^zum Seitenanfang


 

 RUFA FERNÁNDEZ (ES )  
 
RUFA FERNÁNDEZ (ES )

www.rufafernandez.blogspot.com

geboren in Torre del Bierzo ( León, Spanien)
Studium der Französischen Philologie
Autodidaktische Künstlerin (Malerei)
lebt und arbeitet in Valladolid (Spanien)

Landschaft

Dieses Gemälde stellt eine kastilische Landschaft dar und speziell Avila, die Heimatstadt der Heiligen Teresa und der Ausgangs- und Zielpunkt ihrer Gründungen.

In ihren Briefen versetzt sie uns in die Landschaft von Altkastilien mit ihren gold glänzenden Getreidefeldern und ihren von Pappeln gesäumten Flussläufen, die von erhobenen, zum blauen und wolkenlosen Himmel strebenden Burgen bewacht und von steinigen Wegen durchzogen werden.

All dies bildet den Ausgangspunkt dieses Werks, in dem auf abstrakte Weise Texturen aus verschiedenen Materialien, Sand und Collagen hergestellt werden. Damit wollte ich die Kargheit der kastilischen Felder und die Essenz eines einfachen, den Mitmenschen gewidmeten Lebens zum Ausdruck bringen.

In der Farbkomposition stehen das Gold der Felder und die Ockertöne der kastilischen Landschaft im Vordergrund. Sie treten mit den Rot- und Orangetönen in Dialog, die die innere Kraft der Heiligen symbolisieren. Die Aufnahme ihrer Texte in dieses Werk verweist auf ein glanzvolles 16. Jahrhundert im Zeichen der Mystik.

Die Heilige Teresa

Das lange Zeit vorherrschende Klischee von Teresa von Avila ist das einer mutigen Frau, die eine von Männern beherrschte Zeit prägte und die Rechte
der Frauen auf die Entwicklung ihrer eigenen Persönlichkeit verteidigte.

Meine Interpretation der Heiligen Teresa meidet das Porträt als solches und versucht, durch die Verwendung von Karborundstein und die Farbgebung des Werks ihrem Leben, das von Strenge und Bescheidenheit, aber auch von einer starken Persönlichkeit geprägt ist, jenseits aller Banalitäten gerecht zu werden. Die Collage thematisiert ihre inneren Rebellion gegen etablierte Normen.
 

[zu den Werken der Künstlerinnen hier klicken >>>]


 


^zum Seitenanfang


 

 CONCHA GAY (ES )  
 
CONCHA GAY (ES )

www.proyectoarte.com/conc.html

geboren in Olmedo (Valladolid, Spanien)
Studium an der Schule für Angewandte Kunst und Design in Valladolid
lebt und arbeitet in Valladolid

Die Wege und die Tage

Das Werk, das in der Ausstellung “Teresa von Avila. Mystik und Überschreitung” gezeigt wird, wurde aus Glas gefertigt. Es zeigt die Spuren von Leinenschuhen mit Hanfsohlen, einfache Schuhe, wie sie Teresa von Avila vermutlich trug, als sie im 16. Jahrhundert die Erdwege von Kastilien beschritt. Dazu passend fünf Fotografien von kastilischen Landschaften. Sie symbolisieren die Natur, durch die diese Wege führten. Teresa war viel unterwegs, denn sie gründete zahlreiche Karmeliterinnenklöster, unter anderem in Medina del Campo, Avila, Alba de Tormes, Toledo und Madrid.
 

[zu den Werken der Künstlerinnen hier klicken >>>]


 


^zum Seitenanfang


 

 LILIANA KLEINER (IL )  
 
LILIANA KLEINER (IL )

www.lilianakleiner.com

geboren in Buenos Aires
Studium Malerei in Buenos Aires, Jerusalem, Tel Aviv, Haifa
Studium Filmproduktion in Montreal (Kanada)
lebt und arbeitet in Argentinien, Mexico, Israel, Kanada

Mein Werk ist von der weiblichen Gottheit inspiriert, die sich als wilde Natur, in Form weiblicher Mythen in aller Welt und auch in Form von Frauen manifestiert, die im Lauf der Jahrhunderte mit ihrer persönlichen Vorstellung von weiblicher Spiritualität und ihrem revolutionären feministischen Aktivismus ihre Sichtweise zu dieser Gottheit beigetragen haben.

Teresa von Avila bewegt und inspiriert mich in ihrer Unbescholtenheit, ihrem Mut und ihrem besonderen Talent, “Himmel und Erde“ zu vereinen. Sie durchdringt die Welt der männlichen Spiritualität ihrer Zeit mit ihrer Vision, ihrem Herzen und ihrer persönlichen Erfahrung als irdische Frau. Ihr Mystizismus und ihr soziales Handeln sind so stark miteinander verbunden, wie es bei zeitgenössichen Feministinnen nur selten der Fall ist.

Mein Kunstwerk, Malerei und Video, hat die Spiritualität und ihre feministische Vision zum Gegenstand und sucht eine alchemistische Verbindung männlicher und weiblicher Archetypen in der Welt. Daraus entsteht eine neue Liebe, die sich auf der Erde manifestiert und in der Menschheit verkörpert.

Ich glaube an das ganzheitliche Bewusstsein als nächste Stufe der menschlichen Evolution.
 

[zu den Werken der Künstlerinnen hier klicken >>>]


 


^zum Seitenanfang


 

 MARGRET KOHLER-HEILINGSETZER (AT)  
 
MARGRET
KOHLER-HEILINGSETZER (AT)

www.k-haus.at/de/verein/mitglieder_a-z/margretkohei.html
geboren in Wien
Studium Grafik an der Akademie der Bildenden Künste, Wien
lebt und arbeitet in Wien

Fasziniert von Teresa de Avilas Handschrift, machte ich mich auf die Suche nach Autographen. Teresa verbrachte wahrscheinlich die meiste Zeit ihres Lebens mit dem Schreiben, was für sie , die großes literarisches Talent besaß, auch das wichtigste Kommunikationsmittel im teologischen Bereich war und um Netzwerke zu knüpfen als Begründerin von 19 Klöstern, also den wirtschaftlichen und organisatorischen Bereich betreffend. Sie schrieb über  10.000 Briefe, etwa 500 sind erhalten , an ihre Brüder, Freunde und Vertrauten, an Universitätsprofessoren, Förderer, Sponsoren, auch an König  Philipp II., manche wichtige Briefe verfasste sie oft dreifach. Verglichen mit heutigen digitalen Kommunikationsmitteln – war es ungleich mühsamer,  Briefe zu schreiben. Das begann schon mit Tinte mischen und Federn spitzen.

Dank des Provinzials Pater Roberto M. Pirastu vom Karmeliterkloster in Wien-Döbling konnte ich mir die Faksimile-Ausgabe des Camino de perfección, erste Version, Codex Escorial (Burgos 2010) ausleihen, fotografieren, kopieren und graphisch verarbeiten. Ich setzte mich inhaltlich mit dem interessanten, pädagogischen Werk zur Persönlichkeitsentwicklung auseinander, das Teresa für ihre Mitschwestern des ersten, von ihr gegründeten Reformklosters  (Grundsatz der Armut und Gleichheit) San José geschrieben hat. Dieses Buch ist ein Initialwerk, in dem sie vieles anspricht, was sie später in ihrem  Meisterwerk “Wohnungen der inneren Burg” weiterentwickelt. Sie widmet sich hier in erster Linie ihrem Hauptthema, dem Inneren Beten/‚oración mental‘, einer persönlichen Aussprache mit Jesus, was damals von Reformklöstern gefördert wurde, aber als suspekt galt, besonders bei Frauen. Auch spart sie nicht mit Kritik an der männlichen Dominanz in der Kirche. Durch Briefwechsel und Diskurse mit bedeutenden Theologen wie Jerónimo Gracián und  Juan de la Cruz, ihren wichtigsten Vertrauten, war sie theologisch bestens informiert.

Schreiben, Lesen und Bildung sind heute weltweit noch vielen Frauen verwehrt.
 

[zu den Werken der Künstlerinnen hier klicken >>>]


 


^zum Seitenanfang


 

 MARINA LANGE (SE)  
 
MARINA LANGE (SE)

www.marinalange.com

geboren im Lappland (Schweden)
Autodidaktische Künstlerin (Textil, Keramik, Glas)
Wirtschaftswirtin (Universität London)
lebt und arbeitet in Madrid

Die Heilige Teresa von Avila: Ihre Dualität, ihre Verdoppelung, ist faszinierend.

Sie ist gleichzeitig eine aktive und eine spirituelle Frau, die nach innen und nach außen schaut.

Ich greife diese Dualität mit einer gewissen Ironie auf und konzentriere mich auf die Sprache, die für sie ein wichtiges Werkzeug war. In einer persönlichen Interpretation stelle ich sie in Form eines sprachlichen Zeichens unserer Zeit als QR-Code dar. Das Wort “Introspektion“ erlaubt uns eine freie Interpretation dieses Themas.
 

[zu den Werken der Künstlerinnen hier klicken >>>]


 


^zum Seitenanfang


 

 GUADALUPE LUCEÑO (ES)  
 
GUADALUPE LUCEÑO (ES)

www.mnemeion.com

geboren in Santander (Spanien)
Autodidaktische Künstlerin (Malerei, Fotografie und digitale Kunst)
Staatlich beeidigte Dolmetscherin für Deutsch
lebt und arbeitet in Madrid

Es besteht eine auffallende Ähnlichkeit zwischen den beiden Porträts: Links das Ölgemälde von François Gérard (1827) und rechts die Lithografie von Henry Meyer (1865). Aufgrund der Entstehungszeit ist davon auszugehen, dass Meyer das Werk von Gérard kannte.

Diese Entdeckung weckte mein Interesse für die Zusammenhänge zwischen der spanischen Karmeliterin und der mexikanischen Nonne des Hieronymitenordens, und dabei stieß ich auf große Ähnlichkeiten. Der scheinbar schlichte literarische Stil ist eine “Strategie oder […] Technik, die als Reaktion auf die frauenfeindlichen, inquisitorischen und kulturellen Tendenzen ihrer Zeit zu verstehen ist. (Patricia Saldarriaga, Los espacios del  Primero sueño de Sor Juana Inés de la Cruz. Arquitectura y cuerpo femenino, S. 85/86, Anm. 33). Teresa benutzt die Mittel der Bescheidenheit und die Ironie, und Juana tut es ihr nach in ihrem berühmten Satz “yo, la peor de todas” (Ich, die Schlechteste von allen). Beide sind davon überzeugt, dass der Logos im  Herzen entsteht.

Beide sehen auch eine Symbiose zwischen der Architektur und der Spiritualität. Die Einkehr der Seele ist demnach nur in der Ruhe und der zweckmäßigen Architektur des Klosters möglich. Beide ziehen sich ins Kloster zurück, aber nicht aus religiösen Gründen. Teresa flieht aus ihrer Ehe mit dem Aufschrei: “Schwestern, seht, welcher Unterwerfung ihr entgangen seid!“ (CV, 26, 4). Juana wünschte sich eine eigene Bibliothek. Mutig kritisieren beide die Frauenfeindlichkeit ihrer Zeit. Dies gilt besonders für Teresa, die hundert Jahre früher geboren wurde, als man den Eltern riet, Söhne zu  bekommen, weil “kein Frauenzimmer mit Genie und Weisheit gebohren würde” (Huarte de San Juan, Prüfung der Köpfe zu den Wissenschaften, 2. Teil).

Zwei Mosaiken als Brücke zwischen der spanischen Feministin, die aus ihrer Erfahrung als Klausurnonne wusste, dass man manchmal ausbrechen muss, “um sich draußen Blüten zu holen“, und die erste Feministin der Neuen Welt, die ausrief: Wie dumm sind die “Närrische Männer!“
 

[zu den Werken der Künstlerinnen hier klicken >>>]


 


^zum Seitenanfang


 

 CONCHA MAYORDOMO (ES)  
 
CONCHA MAYORDOMO (ES)

www.conchamayordomo.com

geboren in Madrid
Studium Bildhauerei an der Kunstgewerbeschule Madrid; Studium an der Fakultät der Schönen Künste der Universität Complutense Madrid
lebt und arbeitet in Madrid

Die Seele ist verletzt von der Liebe des Ehemanns und schafft sich nun mehr Raum, um allein zu sein und sich all dessen zu entledigen, was sie in ihrem
Zustand nicht benötigt und was ihre Einsamkeit stören könnte.

(Sechste Wohnungen. Kapitel 1.1)

Die Andacht einer Braut, der beschwerliche Weg und der Effekt des Lichts auf das Weiß und die aufgelösten Formen sind zentrale Bestandteile dieser Hommage an Teresa von Avila. Sie ist zweifellos eine herausragende Frauenfigur der Geschichte. Ihre Bedeutung als eine der drei  Doktorinnen der  Kirche reicht weit über die Grenzen der Religion und der Mystik hinaus und macht sie zu einem Vorbild.
 

[zu den Werken der Künstlerinnen hier klicken >>>]


 


^zum Seitenanfang


 

 BARBARA NOKULAK (DE)  
 
BARBARA NOKULAK (DE)

www.barbara.noculak.de

geboren in Berlin
Studium Grafik an der Hochschule für Bildende Künste, Berlin
lebt und arbeitet in Berlin

Meine Gedanken zu: Teresa von Avila

Was kann uns Teresa heute noch sagen – bedeuten? Ein Versuch, eine Beziehung zu ihr herzustellen – Verborgenes aus längst vergangenen Zeiten zu  entdecken – gestaltet sich schwierig für mich, da die heutigen Lebensumstände ganz andere sind. Anhand ihrer überlieferten VITA kann ich entnehmen, dass sie sehr häufig krank, sehr krank war und jedes Mal durch ihre Energie, durch intensive Gebete, zu neuem Leben erwachte und äußert produktiv  war.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass aus Krankheitsphasen, vor allem wenn sie lebensbedrohlich sind, etwas Neues, Kreatives erwachsen kann.

Dieser kreative Impuls, der sogenannte Schaffens – Imperativ hat sich bei mir erst spät explosionsartig in Form von umfassendem, künstlerischem Tun gezeigt – bezeichnenderweise nach einer Operation im Krankenhaus. Darin kann ich eine gewisse Parallelität erkennen, ohne vergleichbare Entwicklungslinien.

Meine “Hommage à Teresa“ basiert teilweise auf eigenem Erleben, aus meinem mehrjährigen Aufenthalt in Spanien in jungen Jahren, wiederholten Reiseeindrücken viele Jahre später, einer Verbundenheit und Geprägtsein durch die hispanische Lebensart, Kultur und Landschaft und nicht zuletzt durch jahrzehntelange Kunst-Betrachtung und eigene Kunst-Produktivität.

Die ersten starken Eindrücke, die mich mit 17 Jahren prägten, waren die Bilder von Goya, Velázquez und El Greco, die ich im Prado sah – vor allem auch die graphischen Serien und die “pintura negra“ von Goya. Vielleicht rührt daher auch der oft politische und soziale Bezug meiner Installationen,  Photographie- und Bild-Sequenzen?! Darin, in diesem sozialen Bezug, kann ich auch eine gewisse “Verwandtschaft“ mit Teresa erkennen.
 

[zu den Werken der Künstlerinnen hier klicken >>>]


 


^zum Seitenanfang


 

 MARIANNE PITZEN (D)  
 
 
MARIANNE PITZEN (DE)

www.frauenmuseum.de/atelier/pitzen.php

geboren in Stuttgart (Deutschland)
seit 1969 Ausstellungstätigkeit; 1981 Gründung des ersten Frauenmuseums der Welt in Bonn
lebt und arbeitet in Bonn

Marianne Pitzen zum Nachwuchs für Teresa von Avila

Soziologisch und kirchenpolitisch gesehen kann eine einzige Frau trotz Genialität und tausend klugen Briefen nicht das System verändern. Die kritische Größe liegt bei 30%. Erst wenn diese Zahl an innerkirchlichen Opponentinnen erreicht ist, können die Frauen in der Kirche ihre Stimme wirkungsvoll erheben und ihre Ziele erreichen.

Dass Frauen jegliches Kirchenamt zusteht, verdeutlichen die sieben kleinen Figuren der Installation, die als nachwachsende Kardinälinnen in roten Roben daherstolzieren, die volle Definitionsmacht unter ihren Hüten: Was ist eine Frau? Wie werden die Menschen geistvoll und glücklich
 

[zu den Werken der Künstlerinnen hier klicken >>>]


 


^zum Seitenanfang


 

 MARIANNE SCHRÖDER (DE)  
 
 
MARIANNE SCHRÖDER (DE)

www.marianne-schroeder.de

geboren in Berlin
Studium Englisch, Französisch und Bildende Kunst in Berlin, danach im Schuldienst
heute freischaffend als Malerin und Grafikerin
lebt und arbeitet in Berlin

Meine Hommage an Teresa von Avila trägt den Titel “Jede ihre eigene Burg I + II“. Jedes dieser zwei Acrylbilder besteht aus 10 Einzelteilen und ergibt eine Kreuzform. Diese umfaßt bildgeschichtenartig verschiedene Aspekte von Leben, Denken und Wirken der T.v.A. Die Mehrteiligkeit der Bilder erscheint mir für diese Ausstellung besonders passend. Einerseits ist damit die Kreuzform als Symbol des christlichen Überbaus von T.v.A. zu  ermöglichen. Andererseits deutet die Mosaikstruktur der Bildform auf die Vielschichtigkeit der Persönlichkeit von T.v.A. sowie die Vielfältigkeit ihres Einflusses hin. Vor allem ihr fördernder Einfluss auf das “self-empowerment“ der Frau soll in meinen Bildern deutlich werden. Ihre Stärkung des weiblichen Individuums durch Bildung und die dadurch ermöglichte Selbstverwirklichung soll hervorgehoben und gefeiert werden.

“Jede ihre eigene Burg I“ bezieht sich eher auf die für Frauen sehr einengende Zeit der T.v.A. “Jede ihre eigene Burg II“ weist auf die heutige Zeit hin, in der in Teilen der Welt Emanzipation und Selbstverwirklichung von Frauen schon weiter gediehen sind.

In meinen zwei Kreuzen kommunizieren fast abstrakte Teile mit konkreteren und figürlichen Elementen, alles unter der Dominanz der Himmelsfarbe Blau. Teresas Lieblingssymbol Wasser, ihre Seelenburg, der Riesenfuß einer unbeschuhten Karmelitin, aggressive Wesen im Kampf gegen die Elemente des Guten, studierende Frauen jeder Art und Zeit erscheinen hier u.a., wobei auch humorvolle und satirische Momente durchaus zu finden sind.
 

[zu den Werken der Künstlerinnen hier klicken >>>]


 


^zum Seitenanfang


 

 TINA SCHWICHTENBERG (DE)  
 
 
TINA SCHWICHTENBERG (DE)

www.tina-schwichtenberg.de

geboren in Kiel (Deutschland)
Studium an der Muthesius-Kunsthochschule Kiel
lebt und arbeitet in Berlin und Kiel als Bildhauerin
und Aktionskünstlerin

Die Wirkung der Teresa von Avila durch alle Gesellschaftsschichten ihrer Zeit, durch alle “(Zeit)Räume“ bis heute wird so visualisiert, ein fortlaufendes Band wird durch die Ausstellungsräume führen. Durch das mühevolle Entziffern der Blindenschrift durch uns Sehenden bleibt der Inhalt des Textes haften und die Punktereihung wird im Bildgedächtnis abgespeichert!

Hier sind wir Sehenden blind – der Blinde ist wissend. Durch diesen Schachzug wird das Wirken der Teresa von Avila nachhaltig deutlich.

Sie ist immer neuen Wegen gefolgt, allen Schwierigkeiten zum Trotz.

In meinem Entwurf für den Katalog bin ich auf die Ursprünge zurückgegangen. Der Bildhauer Bernini (1598-1680) hat sich von ihrem Text inspirieren lassen “Las Obras de la S. Madre Teresa de Jesus, Anveres Emprenta Platiniana 1630.Bd.I.Cap.29.S.288.” und die wunderbare eindrucksvolle Skulptur von Teresa erschaffen.

Beides, Foto der Skulptur und Text vereine ich und ergänze sie mit meiner Installation. Die Braille-Schrift, der rote Text für die Katalogseite lautet schlicht: TERESA DE AVILA. So ist der Bogen von Teresas Zeit bis in die Gegenwart gespannt, denn Teresa von Avila ist mit ihren Texten und Schriften heute noch aktuell.
 

[zu den Werken der Künstlerinnen hier klicken >>>]


 


^zum Seitenanfang


 

 CHRISTINE SEGHERS (NL)  
 
 
CHRISTINE SEGHERS (NL)

www.cseghers.com

geboren in Clinge (Niederlande)
Studium Grafik/Malerei in Amsterdam; Studium Kunsterziehung und Kunstgeschichte in Utrecht
lebt und arbeitet in Bennekom (NL)

Triptychon Gebet

Selten hat man die Gelegenheit, mittelalterliche Texte von einer Frau zu lesen. Zu Teresas Zeit war dies sehr ungewöhnlich. Darüber hinaus beschreibt Teresa ihr Innenleben auf faszinierende Weise und gibt uns einen Einblick in das Leben im katholischen Spanien des 16. Jahrhunderts.

Die heutige Genderforschung zeigt sich von ihrem Werk und von der herausragenden Stellung ihrer Person in ihrer Zeit beeindruckt. Ihr Eintreten für
Frauenrechte und Gleichberechtigung ist nach wie vor von Bedeutung. Sie war eine Feministin avant la lettre!

Ich habe mich für ein Triptychon entschieden. Es erinnert an einen Altar, ein wichtiges Element in Teresas Leben, da der Glaube ihr Leben tief beeinflusst hat. Mit diesem Werk möchte ich Teresa als Frau, Gründerin, Mystikerin und Schriftstellerin ehren.

Die drei Flügel sind gleichberechtigt und daher gleich groß.

Der linke Flügel trägt den Untertitel Joy in Anlehnung an das Licht und die Erleuchtung, die sie in ihren Gebeten erlebte. Die Natur ist ihre Inspiration.

Der rechte Flügel The flowers should bloom, verweist auf Teresas Gleichnis vom Gärtner, der die Pflanzen gießt, damit sie erblühen. Diese Metapher  stellt

die vier Stufen des Gebets dar, an dessen Ende die Kontemplation steht. Die Amaryllisblüten drücken meine Ehrfurcht und Bewunderung aus, die rote
Farbe steht für Entschlossenheit, Leidenschaft und Liebe.

Das Mittelbild trägt den Untertitel 2015 und repräsentiert die heutige Welt. Die nach wie vor bestehende Ungleichheit der Frau in vielen Teilen der Welt ist nicht zu leugnen. Wir können nicht darüber hinweggehen, denn wir sehen es täglich im Fernsehen.

Teresa wagte es, dies anzusprechen und ihre Meinung über die Gesellschaft zu äußern. Es wäre schön, wenn es heute auch eine Teresa gäbe, vielleicht  Malala…
 

[zu den Werken der Künstlerinnen hier klicken >>>]


 


^zum Seitenanfang


 

 JOLANTA WAGNER (PL)  
 
 
JOLANTA WAGNER (PL)

www.jolawagner.com

geboren in Łódź (Polen)
Studium Textilgestaltung an der Staatlichen Hochschule der Bildenden Künste, Łódź, dort Professorin
lebt und arbeitet in Łódź

Bestandsliste von Gebäuden

Die Auseinandersetzung mit der Figur von Teresa von Avila war für mich eine große Herausforderung. Zunächst beschäftigte ich mich mit ihrem Leben und stieß dabei auf viele interessante Informationen über ihre Person und die von ihr gegründeten Kirchen und Klöster. Es hat mich fasziniert, dass sie
in ihrem Denken ihrer Zeit so weit voraus war. Gleichermaßen faszinierend fand ich die Kirchen und Klöster, die sie gegründet hat. Ich sehe in ihr eine große Baumeisterin und ich ging der Frage nach, wie sie ihre mystische Weltanschauung in schöne Architektur verwandelt hat.

Um ihre Spuren zu erforschen, bin ich nach Avila gereist. Das Geburtshaus existiert nicht mehr, aber anlässlich ihrer Heiligsprechung im 17. Jh. wurde an der Stelle ihres Geburtshauses ein Kloster errichtet. Dieses alte Bauwerk hat dem Lauf der Zeiten getrotzt, so wie auch das einzigartige Charisma der Heiligen Teresa die Jahrhunderte überdauert hat. Deshalb habe ich mich entschlossen, die herrliche Fassade dieses Barockgebäudes zu zeichnen und
seinen Standort auf dem Stadtplan von Avila zu verzeichnen, damit ich es jederzeit leicht finden kann.
 

[zu den Werken der Künstlerinnen hier klicken >>>]

 


^zum Seitenanfang


WERKE DER KÜNSTLERINNEN ZUR AUSSTELLUNG »TERESA von AVILA«:


 


^zum Seitenanfang

[der Flyer zur 223. Ausstellung als PDF]