• in der Inselgalerie

226. Ausstellung | 10.09. – 10.10.2015


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Vernissage: 10.09.15, Donnerstag, 19.00 Uhr
Finissage: 10.10.15, Samstag, 15 Uhr
 


 

 Ruth Wolf-Rehfeld  
 
 
RUTH WOLF-REHFELDT
1932 geboren in Wurzen
1947-50 Lehre als Industriekaufmann
1950 Umzug nach Berlin
1951-52 Studium an der Arbeiter-und-Bauern-Fakultät, dann ein Jahr Studium der Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin
1955 heiratet den Künstler Robert Rehfeldt
Tätigkeit in der Ausstellungsabteilung der Akademie der Künste, zeichnet nebenher
1960 widmet sich der Malerei
ab 1970 schreibt, malt, collagiert, entwickelt die Schreibmaschinengrafiken – Typewritings, aktiv im internationalen Netzwerk der Mail Art
1978 Mitglied im Verband bildender Künstler der DDR
1990 stellt ihre künstlerische Arbeit weitgehend ein
Einzelausstellungen (Auswahl)
2012 Bremen, Studienzentrum für Künstlerpublikationen in der Weserburg/Museum für Moderne Kunst Bremen (Ausstellung des gesamten OEuvres an Typewritings)
2015 Berlin, Chert Gallery “SIGNS FICTION”
Gruppenausstellungen (Auswahl)
1996 Schwerin, Staatliches Museum Schwerin “Mail Art
Osteuropa – im internationalen Netzwerk”
1997 Berlin, Museum für Post und Kommunikation Berlin
»… keine Kunst? Mail Art-Projekte«
2009 Bremen, Studienzentrum Weserburg/Museum für Moderne Kunst Bremen »Obenauf und ungebrochen – Künstlerpublikationen aus der DDR«
Stuttgart, Württembergischer Kunstverein »Subversive Praktiken. Kunst unter Bedingungen politischer Repression – 60er bis 80er / Südamerika / Europa«
2013 Berlin, Akademie der Künste »Arte Postale«
Edition „Ruth Wolf-Rehfeldt -Typewritings 1974 und 1987“ erscheint im Verlag Lutz Wohlrab, Berlin
Anfang der 1970er Jahre schreibt die Malerin Ruth Wolf-Rehfeldt eigene Gedichte in die Schreibmaschine. Daraus entwickelt sie in eigenwilliger Verbindung von Text und Bild ihre charakteristischen Schreibmaschinengrafiken – die Typewritings. Sie legt das Malen ad acta. Mit beeindruckender Präzision fügt sie jetzt Lettern und Zeichen zu Bildformen, oft mit räumlicher Wirkung, und kreuzt sie gelegentlich mit Collageelementen.
Diese Typewritings gehören sowohl zur konzeptuellen Kunst als auch in die Bereiche der Visuellen und der Konkreten Poesie. Witz, Raffinesse und Themen ihrer Arbeiten machen Ruth Wolf- Rehfeldt schnell zu einer gefragten Künstlerin im internationalen Netzwerk der Mail Art. Die getippten Einzelwerke vervielfältigt sie mittels Schreibmaschinen-Durchschlägen, später auch als Offsetoder Siebdrucke, oder versendet sie als Postkarten.
Seit einigen Jahren erfährt das künstlerische Werk von Ruth Wolf- Rehfeldt verdientermaßen große Beachtung.

 


Galerie:


 


 

 Veronika Radulovic  
 
 
VERONIKA RADULOVIC
1954 in Delbrück/Nordrhein-Westfalen geboren
1977-83 Studium der Visuellen Kommunikation, Fachhochschule Bielefeld
1988-89 Gastdozentin an der Freien Kunstschule in Szentendre, Budapest
1993 Artist in Residence »Artist Village« Singapore
1997 Stipendium des Landes Nordrhein-Westfalen in Bialystok/Polen
1994-02 Gastdozentin (DAAD) an der Kunstakademie Hanoi/Saigon/Hue Vietnam
2004 Teilnahme Symposium »Research without Boundaries« Goethe-Institut Tbilisi/Georgien
2008 Projekt Glaspavillon an der Volksbühne Berlin: Ryllega Berlin-Hanoi
2010 Open Academy in Hanoi/Saigon/Hue in Zusammenarbeit mit Goethe Institut Hanoi und Senat Berlin
Ausstellungen (Auswahl)
1997 Bialystok/Polen, Galeria Arsenal »Transfer«
1998 Münster, Museum für Lackkunst »zwischen den Wassern«
1999 Hanoi/Vietnam, Goethe Institut »thuc hanh ve«
2003 Herford, MARTa Museum »Leere & Vision«
2004 Hanoi/Vietnam, Ryllega »Con Bo Cuoi – Die lachende Kuh«
2004 Hanoi/Vietnam, Goethe Institut Hanoi »Familiar Surroundings«
2005 Hanoi/Vietnam, Hochschule für Kunst Hanoi »Cray – Tree – Baum
2008 Hanoi/Vietnam, Goethe Institut Hanoi »Alte Videos: sehenswert!«
2009 Herford, Marta Museum »von hier nach anderswo«
2013 Nakhom Pathom/Thailand, Sanam Chandra Art Gallery »Exotika«
Berlin, Kunstverein Tiergarten, Galerie Nord »Exotika«
2014 Hanoi/Vietnam, Manzi Artspace »18.9.1999«
2015 Trondheim/Norwegen, Gallery KiT »Do you need a break?« und Academy of Fine Art »It’s about time…«, Performance
Veronika Radulovic ist eine Zeichnerin. Eine konzeptionelle Künstlerin. Eine Fotografin. Eine Kunstvermittlerin und Kuratorin. Vor allem aber ist sie eine Künstlerin, die sich in nahezu all ihren Arbeiten mit der Sprache als visuellem Zeichen der Kommunikation, mit dem sozialen Kontext und auch ihrer eigenen Biografie auseinandersetzt. Satzfragmente oder Buchstaben stehen in ihrem Werk neben Bildzeichen, eigene Kunst-Texte und Essays – oftmals in Briefform – ergänzen ihre Installationen und werden zu einer eigenständigen Arbeit. Fragen mutieren zu Botschaften an Hauswänden oder auf T-Shirts.
2006 erschien ihre Publikation »Sicherheitsabstand«, in der sie ihr Leben und die Entwicklung der jungen Kunst in Vietnam beschreibt.
2008 stellte sie ein komplexes Kunst- und Bau-Projekt in der JVA Bielefeld-Brackwede II vor. Thomas Kellein schrieb dazu im Katalog: »…Was wünscht sich eine Vollzugsanstalt anderes als eine Künstlerin, Lehrerin, Schülerin und Pädagogin, die sich als ,Kommunikationstrainerin’ bewegt«.

 


Galerie:


 


 

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[der Flyer zur 226. Ausstellung als PDF]