• in der Inselgalerie

236. Ausstellung | DAS TIER UND WIR

6. bis 29. Oktober 2016


DAS TIER UND WIR

Künstlerinnen des Vereins g Berliner Fraueninitiative Xanthippe e.V.


Sonja Blattner

Brigitte Denecke

Antje Fels

Elli Graetz

Rosika Jankó-Glage

Gisela Kurkhaus-Müller

Marianne Schröder

 

 

 

 


Vernissage: 6.10.2016, Donnerstag, 19.00 Uhr
Finissage: 29.10.2016, Samstag, 15.00 Uhr


 
Als wir uns 1993 als »Berliner Fraueninitiative Xanthippe« gründeten, wussten wir nicht, wohin uns das Frauenschiff bei unruhiger See bringen würde. Da unser kleiner Frauenverein vornehmlich aus bildenden Künstlerinnen bestand, nahmen wir das Angebot an, eine Galerie in der Inselstraße (daher der Name Inselgalerie) zu übernehmen. Wir hatten damals keine Ahnung woher wir das Geld für Miete und alle Sachkosten nehmen sollten. Blauäugig gingen wir zum Arbeitsamt und hatten Glück, wir bekamen Mitarbeiterinnen und einen Sachmittelzuschuss, mit dem wir sehr sparsam wirtschafteten, so dass wir nicht Insolvenz anmelden mussten, sondern mit der Zeit bekannt wurden als seriöse Galerie. Auch heute noch leben wir von der ehrenamtlichen Arbeit unserer Vereinskünstlerinnen, von Stellenzuweisungen durch das Jobcenter und einem jährlichen Projektzuschuss durch die Senatsverwaltung
für kulturelle Angelegenheiten, Künstlerinnenförderung. Das ist alles mit großer finanzieller Logistik verbunden, aber wir sind stolz, dass wir uns noch nach 22 Jahren mit 236 Ausstellungen und vielen Lesungen und Vorträgen einen Namen gemacht haben. Wir erhalten aus ganz Deutschland und vielen Ländern Anfragen nach Ausstellungsmöglichkeiten.

Die Künstlerinnen unseres Vereins sind in den letzen Jahren mit Ausstellungen in der Inselgalerie zu kurz gekommen. Deshalb beschloss der Vorstand, ihnen im Rhythmus von zwei Jahren eine Gemeinschaftsausstellung unter einem selbstgewählten Thema und in Regie der beteiligten Künstlerinnen einzuräumen. Nach der Ausstellung »Schöne neue Welt« zum 250. Geburtstag von Shakespeare und Galilei im Jahre 2014 hat sich unsere Künstlerinnengruppe diesmal das Thema »DAS TIER UND WIR« gewählt.

Die auf dieser Seite veröffentlichten Gedanken und Absichten der Teilnehmerinnen bezeugen die unterschiedlichen Empfindungen jeder Einzelnen gegenüber dem Tier.

Ilse-Maria Dorfstecher
 


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Sonja Blattner

Brigitte Denecke

Antje Fels

Elli Graetz

Rosika Jankó-Glage

Gisela Kurkhaus-Müller

Marianne Schröder

Sonja Blattner | Brigitte Denecke | Antje Fels | Elli Graetz | Rosika Jankó-Glage | Gisela Kurkhaus-Müller | Marianne Schröder (v.l.n.r.)

—>ausgewählte Werke aller Künstlerinnen


 

 Sonja Blattner  

 

SONJA BLATTNER
www.sonjablattner.de

1955 geboren in Konstanz
1975–81 Studium Latein, Philosophie an der Universität Mainz
1983–86 Kochlehre und Berufstätigkeit als Köchin
1988–96 Studium Malerei an der Hochschule der Künste Berlin
Meisterschülerin bei Karl-Heinz Herrfurth
Ausstellungen (Auswahl)
2012 Montreux/Schweiz, Galerie du Marché
2014 Berlin, Inselgalerie »Schöne Neue Welt«
2015 Berlin, Kommunale Galerie Spandau »Als wir draußen bleiben wollten«
2016 Berlin, Galerie Subjectobject »Fassade und Hintergrund«
Meine Aufmerksamkeit richtet sich auf die Verniedlichung, die „Verplüschung“ von Tieren. Schon Kindern wird signalisiert, dass Tiere grundsätzlich verfügbar sind. In der Werbung,
speziell Werbung, die Kinder ansprechen soll, im Kinderzimmer und in vielen anderen Zusammenhängen werden Tiere in Form von Stoff, Holz oder Plastik quasi mit einem „süßlichen Überzug“ versehen und auf diese Weise instrumentalisiert.
Meine Arbeiten handeln von diesen „verplüschten“ Tieren oder zeigen auch ein, von einer persischen Miniatur inspiriertes, stilisiertes Pferd, das Teil eines Karussells gewesen sein könnte.
Meine Überlegungen sind auf das Verhältnis von Tier und Kind gerichtet.

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Sonja Blattner

Brigitte Denecke

Antje Fels

Elli Graetz

Rosika Jankó-Glage

Gisela Kurkhaus-Müller

Marianne Schröder

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 Brigitte Denecke  

 

BRIGITTE DENECKE

denecke-zeichnungen.com

1947 geboren in Claußnitz
1965–70 Studium an der Technischen Universität Dresden
1971–87 Designerin – Innenarchitektur öffentlicher Räume
1988–90 Planung und Koordinierung von Kunst am Bau und im öffentlichen Raum
ab 1991 Raum- und Produktdesign
seit 1965 autodidaktische Beschäftigung mit künstlerischen Techniken, computergestützte Techniken, Zeichenkurse, Kurse in historischer Wandgestaltung – Fresco, Stucco lustro, Tadelact
Mitwirkung an 2 Künstlerbüchern
Ausstellungen (Auswahl)
2012 Gdansk, Nationalmuseum »Nachbarinnen«
2013 Berlin, galerie bild plus »Fotografie ist das Ende der Welt«
2014 Berlin, Inselgalerie »Schöne Neue Welt«
2015 Lassan, Kirche »Der Garten – Paradies oder grüne Hölle«
„Lasst uns in Gedanken an den Anfang aller Existenz gehen. Die Welt, die um uns herum schwingt, stellt sich unseren Sinnen als eine feste, in Form gegossene Welt dar. Die feste Form der Umwelt könnte sich jedoch eines Tages als Täuschung entpuppen, wenn sich die Vermutung bestätigen sollte, dass unsere fünf Sinne die Funktion haben, aus den Schwingungsfeldern unserer Umgebung diejenigen Elemente herauszupicken, die sich in einem festen, logisch nachvollziehbaren Weltbild zusammenfassen lassen. Würde das dann nicht bedeuten, dass die Wirklichkeit, die wir beobachten, lieben oder sogar hassen, unsere eigene und eigenartige Schöpfung ist? Ich frage mich immer wieder, wie die Welt durch die Augen einer Biene oder eines Bären gesehen aussieht.“
Zitat aus »Synchrone Welten« von Marko PogacnikTiere sehen die Welt nicht nur mit eigenen Augen, sie besitzen auch Fähigkeiten, die jenseits von ihrer Ausnutzung und Vernichtung mit dem Leben der Menschen eng verknüpft werden
und dort hineinwirken können. Wir können ihre Unterstützung erbitten bei der Bewältigung unserer Lebensaufgabe. Haben wir Stationen auf dem Weg dahin gemeistert, kann es sein, dass ein Tier verschwindet und ein anderes dafür in unser Leben tritt.

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Sonja Blattner

Brigitte Denecke

Antje Fels

Elli Graetz

Rosika Jankó-Glage

Gisela Kurkhaus-Müller

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 Antje Fels  

 

ANTJE FELS

www.antjefels.de

1958 geboren in Bocholt
1978–86 Studium Malerei an der Hochschule der Künste Berlin, Meisterschülerin bei Georg Baselitz
1983–86 Produzentengalerie »endart« in Berlin-Kreuzberg
1986–88 Produzentengalerie »Fischbüro« in Berlin-Kreuzberg
1988 MoMa PS1 New York, Stipendium des DAAD
Ausstellungen (Auswahl)
zahlreiche Ausstellungen, Projekte, Kurzfilme, Publikationen im In- und Ausland.
1998 Berlin, Inselgalerie »Ich bin ein Diamant«
2001 Mühlenberge/Brandenburg, Atelierausstellung »Jamonai«
2008/09 Berlin, Inselgalerie, »Paradise Painting«
2011 Kenia/Afrika, Akuna Matata
2014 Welligama/Sri Lanka, Zeichnungen und Fotos
2016 Havanna/Kuba, bei Andrea Sunder-Plassmann
Die Tiere sind unsere Freunde, und diese isst man nicht noch sperrt man sie in Gefängnisse. Jeder sollte wissen, dass Tiere Gefühle haben und diese ohne Worte und Tränen auf ihre Art (schnurren, fauchen, zischen usw.) ausdrücken.
Eins der Grundübel auf unserer Erde ist die Qual, die der Mensch dem Tier und damit sich selbst zufügt.
Wenn der Mensch keine Moral kennt, übernehmen die Bakterien die Vernichtung des Lebens auf der Erde. Bei allem was ich tue, gehören die Tiere, Pflanzen, Elemente und Planeten untrennbar dazu.
Ich bin für die Abschaffung der Tier-Gefängnisse. Keiner braucht traurige Löwen hinter Gittern.

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Brigitte Denecke

Antje Fels

Elli Graetz

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Gisela Kurkhaus-Müller

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 Elli Graetz  

 

ELLI GRAETZ

www.elligraetz.de

1947 geboren in Berlin
1971–76 Studium Graphik an der Kunsthochschule Berlin Weißensee
1995 Arbeitsstipendium im Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop
2001 Atelierstipendium in der Graphischen Werkstatt im Traklhaus in Salzburg/Österreich
2007 Arbeitsaufenthalt in der Kulturwerkstatt im Schloss Haldenstein bei Chur, Schweiz
Ausstellungen (Auswahl)
2004/05 Kopenhagen, Rundetaarn »Region und Identität«
2005 Berlin, Galerie Grünstraße
2008 Alt-Langsow, Schul- und Bethaus
2010 Berlin, Inselgalerie (mit Beate Hoffmeister)
2012 Müncheberg, Stadtpfarrkirche
2012 Gdansk, Nationalmuseum »Nachbarinnen«
2014 Berlin, Inselgalerie »Schöne Neue Welt«
Berlin, Galerie 100
2016 Berlin, Café Canapé
Artenvielfalt: 3,6 bis 112 Millionen (geschätzt) verschiedene Arten gibt es auf der Erde, im Wasser, in der Luft. Rund 500 Millionen sind bereits ausgestorben. Jahr für Jahr werden etwa 15.000 neue Arten entdeckt. Die Vielfalt des Lebens ist unvorstellbar.
Vielleicht gab es meine Tiere ja auch schon vor Millionen Jahren. Oder irgendwann wird ihnen Leben eingehaucht. Wer weiß!

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Sonja Blattner

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Rosika Jankó-Glage

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 Rosika Jankó-Glage  

 

ROSIKA JANKÓ-GLAGE

www.rosika.janko.glage.de

1945 geboren in Reichenberg (heute Liberec), Tschechien
Ausbildung als Krankenschwester
1963–65 Heinrich-Zernack-Schule für freie und angewandte Kunst Berlin
seit 1999 Künstlerhof in Berlin-Frohnau
Ausstellungen (Auswahl)
seit 1983 zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, Polen, Russland, Spanien, Schweiz und Littauen
2011/12 Arbeitsaufenthalte in Polen
2012 Gdansk, Nationalmuseum »Nachbarinnen«
2014 Berlin, Inselgalerie »Schöne Neue Welt«
2016 Berlin, Galerie des Vereins Berliner Künstler »Narrativ«
„Um das Tier wirklich zu verstehen, reicht es nicht aus, es zu benennen, zu klassifizieren oder zu definieren. Wenn wir das Tier verstehen wollen, sollten wir in der Lage sein, sein Leiden zu verstehen.“
Zitat aus: „Die Singularität der Tiere“ von Screcko HorvatIm Mittelpunkt meiner Arbeiten in dieser Ausstellung steht »DER TANZBÄR«.
Ich erinnere mit diesem Bild an das traurige Schicksal der Tanzbären, die seit dem Mittelalter in Europa und auch über Europa hinaus z.B. in Indien auf die Märkte getrieben und auf sehr grausame Weise für vergnügliche und unterhaltsamen Darbietungen abgerichtet wurden.
Seit vielen Jahren beschäftige ich mich immer wieder künstlerisch mit den Tieren und ihrem Schicksal. Sie müssen auf sehr unterschiedliche Weise uns Menschen dienen und ihre Rollen spielen: vom Kuscheltier bis zum Schlachttier.

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Gisela Kurkhaus-Müller

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Gisela Kurkhaus-Müller  

 

GISELA KURKHAUS-MÜLLER

www.kurkhaus-mueller.de

1938 geboren in Köslin (heute Koszalin)
1958-63 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Wolfgang Mattheuer
Dozentin für Entwurf an der Fachhochschule für Werbung und Gestaltung Berlin
Malerin/Grafikerin, Designerin und Projektmanagerin
seit 1992 Initiatorin von Berliner Salons
Ausstellungen (Auswahl)
2010 Weimar, Galerie C. Keller »Inspiration«
2011 Müncheberg, Stadtpfarrkirche St. Marien Müncheberg »Autour de moi«
2012 Gdansk, Nationalmuseum »Nachbarinnen«
Wittenhagen, Kunsthalle Wittenhagen »Heldenstreiche«
2014 Berlin, Inselgalerie »Schöne Neue Welt«
Berlin, Galerie im Kulturhaus Karlshorst »Leichtigkeit zu sein«
2016 Berlin, galerie bild plus »Die Welt ist ein Dorf«
São Paulo, Hemeroteca Biblioteca Mário de Andrade »Metropolis«

Wie oft beeindrucken uns Tiere durch ihr Verhalten:
Sei es die Krähe am Straßenrand, die darauf wartet, dass ein Auto „ihre“ Nuss knackt
eine Katze mit ihren Kleinen zusammen zum Futternapf geht
oder die Vögel im Wald ein Konzert geben.
Parallelen ihres Wesens zum menschlichen klingen an:
Achtsamkeit, Empathie, Intelligenz.
Die Tiere werden mir immer näher.

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Marianne Schröder  

 

MARIANNE SCHRÖDER

www.marianne-schroeder.de

1949 in Berlin geboren
1968-75 Studium Anglistik und Romanistik in Regensburg und Freiburg i.Br.
1975-2000 Lehrerin für Englisch, Französisch und Bildende Kunst in Berlin
seitdem freischaffend künstlerisch tätig
Arbeitsgebiete: Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Mitarbeit an Künstlerbüchern
Gastkünstlerin auf Schloss Wolfsburg, in Traben-Trarbach, auf Schloss Haldenstein
Ausstellungen (Auswahl)
seit 1993 zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland
2006 Berlin, Inselgalerie »Lichtgestalten und Schwergewichte«
2010 Bonn, Frauenmuseum »Moneta«
2011 Berlin, Galerie Alte Schule Adlershof »Künstlerfreunde«
2012 Gdansk, Nationalmuseum »Nachbarinnen«
2013 Bonn, Frauenmuseum »Wer war Mona Lisa?«
2014 Berlin, Inselgalerie »Schöne Neue Welt«
2015 Valladolid/Spanien, Palacio de Pimentel »Teresa von Avila«
2016 Berlin, Grafikstudiogalerie »Reisen ins Blaue«
Das Tier spielt in meinem künstlerischen Werk in seiner Zeichenhaftigkeit eine große Rolle. Ich zeige Tiere als Kraft-, Symbol- und Fabeltiere, in durchaus phantastischer Beziehung zu ihren Mittieren und zum Menschen, in heiteren, auch satirischen Reihungen, aber ebenfalls als dominante und latent bedrohliche Wesen mit düsteren Untertönen.
Tiere dienen mir vor allem als Symbole menschlicher Charaktereigenschaften: das Tier im Menschen. In meiner Serie von Tuschezeichnungen kommt das zum Ausdruck.
Auch der unerfüllbare Wunsch nach einem paradiesischen Miteinander von Mensch und Tier wird dabei angesprochen.

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Sonja Blattner

Brigitte Denecke

Antje Fels

Elli Graetz

Rosika Jankó-Glage

Gisela Kurkhaus-Müller

Marianne Schröder

 

 

 

 



ausgewählte Werke aller Künstlerinnen:


 

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[der Flyer zur 236. Ausstellung als PDF]